Showband im Uniformierten Schützenkorps Gifhorn von 1823 e.V.
1955-1990 Auszug aus dem Buch "Eintracht und Bürgersinn" - Die Geschichte des Gifhorner Schützenwesens - von Günter Weinhold, herausgegeben im Jahre 1989 von der Stadt Gifhorn. Nachdem beim Uniformierten Schützenkorps Anfang des Jahres 1955 der Wunsch geäußert worden war, einen Spielmannszug aufzustellen und Schützenbruder Helmut Kruse sich darum gekümmert hatte, nahm die Angelegenheit im September des gleichen Jahres Gestalt an. Tambourmajor Albert Gerl, der vom Schützenkorps Gifhorn-Süd kam, übernahm das Kommando und stellte in kürzester Zeit ein Trommler- und Pfeiferkorps mit 21 Mitgliedern auf. Die Instrumente bezahlte der Schützenverein. In der Generalversammlung vom 29. Januar 1956 konnte Gerl seinen Zug zum erstenmal dem Korps mit flotten Märschen vorstellen. Die Teilnahme an der Eintausendjahrfeier der Stadt Lüneburg brachte für den jungen Spielmannszug einen schönen Erfolg. Nach gelungener Aufbau-arbeit und erfolgreichen Einsätzen wurde Albert Gerl am 9. Juni 1957 zum Leutnant befördert. Achtzehn Jahre marschierte Gerl vor seinem Spielmannszug an der Spitze des Schützenkorps. Am 26. Januar 1973 gab der inzwischen zum Hauptmann beförderte Tambour-major seinen Stab in jüngere Hände. Jürgen Schrader wurde in der Generalversammlung dieses Tages zu seinem Nachfolger gewählt. Er öffnete den Zug für den jugendlichen Nachwuchs und formte ihn damit zu einem gemischten Spielmannszug für jung und alt. Leutnant Jürgen Schrader führte den Zug mit strammer Marschmusik bis 1979. Der nun folgende Zugführer Hans-Dieter Buschau gestaltete den Klangkörper zu einer Formation mit moderner Musik um. Inzwischen feierte der Zug 1980 sein 25jähriges Bestehen. Dazu trafen sich rund 800 Schützenmusiker von 26 Spielmannszügen aus ganz Niedersachsen in Gifhorn, um sich im musikalischen Wettstreit zu messen. 1984 errang der Spielmannszug bei der Deutschen Meisterschaft in Spenge (Westfalen) den Titel eines Deutschen Meisters in der gemischt-modernen Klasse. Als Leutnant Buschau 1985 seinen Stab abgab, stagnierte zunächst die weitere Aufbauarbeit in der Band. Beate Fiest hielt als Stabführerin den Betrieb aufrecht und führte den Zug bei allen Veranstaltungen des Schützenkorps. Im Jahre 1986 wandelte sich der Spielmannszug zu einer Showband nach amerikanischem Muster. Der neue Zugführer Detlef Eichner hatte sich viel vorgenommen. "Wir wollen unsere Musik in Bewegung umsetzen", erklärte er das neue Konzept. Das Ziel war eine perfektionierte Showband, die Musicalelemente mit Disziplin, Farbe und Kreativität vereint. |