Chronik der Showband Gifhorn

Zu einem Verein mit einer langen Geschichte, wie die Showband sie hat, gehört natürlich auch eine Chronik.

Da die gesamte Chronik wohl etwas zu viel für eine Seite wäre, haben wir sie in einige Abschnitte unterteilt.

Ein großes Dankeschön geht an Ralf Schön, Markus Großmann und Henric Schreiber und alle weiteren Personen für die temporäre Pflege der Chronik.

Die Bilder zu den in der Chronik genannten Auftritten gibt's in unserer Mediabox.

Viel Spaß beim Lesen!

1955 - 1990

Spielmannszug im Uniformierten Schützenkorps Gifhorn von 1823 e.V.

Nachdem beim Uniformierten Schützenkorps Anfang des Jahres 1955 der Wunsch geäußert worden war, einen Spielmannszug aufzustellen und Schützenbruder Helmut Kruse sich darum gekümmert hatte, nahm die Angelegenheit im September des gleichen Jahres Gestalt an. Tambourmajor Albert Gerl, der vom Schützenkorps Gifhorn-Süd kam, übernahm das Kommando und stellte in kürzester Zeit ein Trommler- und Pfeiferkorps mit 21 Mitgliedern auf. Die Instrumente bezahlte der Schützenverein. In der Generalversammlung vom 29. Januar 1956 konnte Gerl seinen Zug zum ersten Mal dem Korps mit flotten Märschen vorstellen. Die Teilnahme an der Eintausendjahrfeier der Stadt Lüneburg brachte für den jungen Spielmannszug einen schönen Erfolg. Nach gelungener Aufbauarbeit und erfolgreichen Einsätzen wurde Albert Gerl am 9. Juni 1957 zum Leutnant befördert.

Achtzehn Jahre marschierte Gerl vor seinem Spielmannszug an der Spitze des Schützenkorps. Am 26. Januar 1973 gab der inzwischen zum Hauptmann beförderte Tambourmajor seinen Stab in jüngere Hände. Jürgen Schrader wurde in der Generalversammlung dieses Tages zu seinem Nachfolger gewählt. Er öffnete den Zug für den jugendlichen Nachwuchs und formte ihn damit zu einem gemischten Spielmannszug für Jung und Alt. Leutnant Jürgen Schrader führte den Zug mit strammer Marschmusik bis 1979. Der nun folgende Zugführer Hans-Dieter Buschau gestaltete den Klangkörper zu einer Formation mit moderner Musik um.

Inzwischen feierte der Zug 1980 sein 25-jähriges Bestehen. Dazu trafen sich rund 800 Schützenmusiker von 26 Spielmannszügen aus ganz Niedersachsen in Gifhorn, um sich im musikalischen Wettstreit zu messen. 1984 errang der Spielmannszug bei der Deutschen Meisterschaft in Spenge (Westfalen) den Titel eines Deutschen Meisters in der gemischt-modernen Klasse. Als Leutnant Buschau 1985 seinen Stab abgab, stagnierte zunächst die weitere Aufbauarbeit in der Band. Beate Fiest hielt als Stabführerin den Betrieb aufrecht und führte den Zug bei allen Veranstaltungen des Schützenkorps.

Im Jahre 1986 wandelte sich der Spielmannszug zu einer Showband nach amerikanischem Muster. Der neue Zugführer Detlef Eichner hatte sich viel vorgenommen. "Wir wollen unsere Musik in Bewegung umsetzen", erklärte er das neue Konzept. Das Ziel war eine perfektionierte Showband, die Musicalelemente mit Disziplin, Farbe und Kreativität vereint.

Nach der Hauptversammlung des Jahres 1988 übernahm Feldwebel Wolf-Rüdiger Eggert als Zugführer die USK-Showband, während der bisherige Tambourmajor Maik Rohde zum Drum Major ernannt wurde. Die Showband besteht aus einer Drumline (Schlagwerke), einer Hornline (Bläsercorps) und einer fahnenschwenkenden Color-Guard (Fahnengarde).

Auszug aus dem Buch "Eintracht und Bürgersinn" - Die Geschichte des Gifhorner Schützenwesens - von Günter Weinhold, herausgegeben im Jahre 1989 von der Stadt Gifhorn.

1990 - 1994

Showband im Uniformierten Schützenkorps Gifhorn von 1823 e.V.

Die engagierte Arbeit von Vorstand, Ausbildern und Spielleuten verhalf der Showband auch in den folgenden Jahren zu großen Erfolgen. Mehrere Male nahmen die Gifhorner am Kölner Rosenmontagsumzug teil, der live im Deutschen Fernsehen übertragen wurde. Auch ausländische Musikagenturen wurden auf die Showband aufmerksam. Im Juni 1990 fuhren daher die Spielleute zum wiederholten Male nach Frankreich, nachdem man schon in Fere en Tardenois und Paris gewesen war. Stationen waren hier Roubaix, Lille, Lens und La Gorgue.

Auch an der Show der Gifhorner wurde fleißig gefeilt. Mit ihrem Auftritt bei den Internationalen Rasteder Musiktagen 1989, 1990 und 1991 überzeugte die Showband die Jury und erhielt dreimal in Folge den ersten Platz in der 2. Division. Mit einem musikalischen Frühschoppen feierte man im März 1990 den 35. Geburtstag mit vielen befreundeten Musikzügen. Wieder sollte es in diesem Jahr ins Ausland gehen. Am 2.9.1990 fuhr die Showband nun in die Niederlande, um am größten Blumencorso in Zundert teilzunehmen, der in Holland live im Fernsehen übertragen wurde.

Im darauffolgenden Jahr gewann die Showband in ihrer Klasse die alljährlich wiederkehrende Bezirksmeisterschaft. Jedes Mal, bis zum Jahre 2008, erhielt die Showband den höchsten Titel der Region Heide-Süd. Alle zwei Jahre findet auch die Niedersachsenmeisterschaft der Spielmannszugvereinigung Niedersachsen (SZVN) statt, zu der sich die Showband als Bezirksmeister qualifiziert hatte. Zum ersten Mal ging 1991der Titel Landesmeister, Klasse Brass-Band nach Gifhorn. Eine Bestätigung für die Arbeit der Spielleute und ihrer Ausbilder Markus Großmann, Karl Münter und Drum Major Maik Rohde.

"Showband USK Gifhorn"

Neuerungen in der Uniform standen im Jahre 1992 auf dem Programm. Der Vorstand unter Wolf-Rüdiger Eggert setzte hierfür speziell einen Uniformausschuss ein, der eine neue Uniform nach den Erfordernissen der Showband gestalten sollte. Die Uniform in den Farben Mintgrün und Flieder trug die Showband bis 2001.

Ihren Auslandsauftritt für das Jahr 1992 verbrachten die Mitglieder der Showband diesmal in Belgien. In Paal verbrachten die Spielleute schöne Stunden, nahmen an einem Umzug und an einer Showdarbietung teil. In Gifhorn hatten sich mittlerweile schon die Sonntagskonzerte der Showband in der Fußgängerzone eingebürgert, die seitdem jedes Jahr stattfanden.

Frischer Wind wehte 1993 in den Kreisen der Showband. Auf der Jahreshauptversammlung beschloss die Gruppe die neue Struktur der Showband mit Vorstand und den Bereichen Management, Musik und Finanzen. Leiter der Gruppe wurde wieder Wolf-Rüdiger Eggert, das Management wurde von Thomas Vogt geleitet, die Musik von Maik Rohde/Markus Großmann und die Finanzen von Willi Dannheim.

Willi Dannheim, der sich seit vielen Jahren um die Showband verdient gemacht hatte, gab sein Amt später an Hartmut Saam weiter. Auf dieser Jahreshauptversammlung wurde, angepasst an die neue Uniform, auch das neue Logo verabschiedet.

Was einzelne Spielleute der Showband auf ihrem Instrument vermögen, zeigten Dirk Vatter und Andrea Schultz 1993 bei den DCD-Individuals (Einzelstarterwettbewerb des damaligen Drumcorps Deutschland). Mit ihren Trompeten gewannen sie in den Disziplinen Soprano (Trompete) (Dirk) und als Ensemble (Dirk & Andrea) jeweils den ersten Platz.

Höhepunkt des Jahres 1993 war eindeutig die Teilnahme an den Weltmusikwettbewerben in Kerkrade/NL, dem wohl größten europäischen Musikfestival. In der 2. Division erhielt die Showband dort nach Punkten die Silbermedaille, einen Titel, mit dem man vor Antritt der Reise nicht gerechnet hatte. Auch der Titel Landesmeister 1993 ging auf das Konto der Showband.

1995 - 1997

Showband Gifhorn als selbständiger Verein

Seit Januar 1995 gibt es die Showband Gifhorn als eigenständigen, eingetragenen Verein. Am 22.01.1995 fand die erste und konstituierende Sitzung der neuen Showband Gifhorn statt. Fast alle Spielleute und Freunde der Showband waren gekommen. Die Liebe zur Musik und zum Hobby Showband hatte immer im Vordergrund der jungen Musiker gestanden, so dass man gemeinsam den neuen Verein gründete. Zum neuen Vorsitzenden wurde Detlef Rust gewählt. Weiterhin gewählt wurden Thomas Vogt für das Management, Maik Rohde für die Musik und Hartmut Saam für die Finanzen.

Kurz danach, am 22.3.1995, erschien die erste CD der Showband unter dem Titel MAGICAL, die vom ersten Tage an reißenden Absatz fand. Das erste Konzert als eigener Verein war eines der jährlichen Sonntagskonzerte. Am 02.04.1995 stand die nun selbstständige Showband Gifhorn wie immer vor den begeisterten Fans und Freunden in der Gifhorner Fußgängerzone. Bereits sechs Tage später spielten die Gifhorner vor riesiger Kulisse beim damals noch 2. Bundesligisten VfL Wolfsburg im Rahmenprogramm.

Den ersten Pokal als neuer Verein, auf den die Mitglieder wohl besonders stolz sind, errang die Showband auf der Bezirksmeisterschaft am 1. Mai in Vorsfelde bei Wolfsburg. Die Showband Gifhorn wurde Bezirksmeister. Über Pfingsten verbrachte die Gruppe 5 tolle Tage in Frankreich. Sie spielte in Paris, Roubaix, Rouen und Estaires. In Loos en Gohelle erhielt sie seitens der Stadt sogar noch die Auszeichnung als beste Gruppe des Tages.

Weiterhin präsentierte sich die Showband den Bürgern der Stadt Gifhorn im Rahmen des Schützenfestes und des Altstadtfestes. Den wohl nassesten und auch ungewöhnlichsten Auftritt des Jahres absolvierte man in Klötze (Altmark). Hier durfte die Showband in einem Freibad zum Schwimmfest am Beckenrand spielen und anschließend sogar selbst ins kühle Nass springen; natürlich ohne Uniform!

Ende 1995 tat sich innerhalb der Showband etwas Neues. So gab die Showband die erste Vereinszeitung “SOUND” heraus. Redaktionsleiter Heiko Hinz und seine Mannen berichteten nun zwei Mal im Jahr in Abwechslung mit dem Kurzinfo “CLIP” aus dem Leben der Showband. Auch die Showband-Comicfigur “Eifred”, die mittlerweile als Maskottchen gehandelt wird, wurde vorgestellt. Außerdem wurde das erste Ehrenmitglied im September 95 ernannt. Für besondere Verdienste um die Showband erhielt Willi Dannheim von allen Mitgliedern diesen ehrenvollen Titel. Auch die Medien erhielten nun die CD der Showband und präsentierten diese in ihrem Programm. Der Norddeutsche Rundfunk schenkte der Band und der CD eine Stunde im Programm des NDR 1.

Im September 1995 wurde im Rahmen unseres Festivals das Jubiläum für 40 Jahre Musik im Uniformierten Schützenkorps (als Spielmannszug und 10 Jahre als Showband) gefeiert, denn der Wunsch nach einem eigenen Festival war schon lange in den Gedanken der Showband-Mitglieder vorhanden, und so entschied man sich, den Wunsch nach einem eigenen Gifhorner Musikfestival anlässlich des Jubiläums zu erfüllen. Es entstand das erste Gifhorner Musikfestival “STARS IN MUSIK & SHOW”.

Am 2. und 3. September fand in Gifhorn ein Ereignis statt, das die Stadt in dieser Form noch nicht gesehen hatte. Mit zwölf Musikzügen, großen und kleinen “Stars”, feierten die Mitglieder der Showband bei Platzkonzerten, einem musikalischen Nachmittag, einem Konzert- und Showabend, einer Straßenparade und einem Showfestival zwei Tage lang. Alles wurde in Eigenregie organisiert und alle Showbandmitglieder halfen mit. Als Highlights kamen, durch großzügige Unterstützung zweier Mitglieder, die Drum & Showfanfare “ADVENDO” aus Sneek (NL) und die Marchingband “St. Jacob” aus Den Haag (NL). Des Weiteren spielte “The Girls Brigade Band” aus Großbritannien.

Es wurde ein Riesenereignis und dank des Festivalteams klappte alles bis zur letzten Minute reibungslos. Alle waren begeistert, die teilnehmenden Musikzüge, die Zuschauer, die Mitglieder und die Stadt Gifhorn. Ein begeisterter Bürgermeister Birth nahm trotz vollem Terminplan an allen großen Veranstaltungen teil und hatte sichtlich Spaß daran.

Das sollte Folgen haben, denn bereits am nächsten Tag, einem Montagmorgen, rief die Stadt Gifhorn bei dem Vorsitzenden Detlef Rust an. Die Stadt Gifhorn feiere 1996 den 800. Geburtstag und ein Musikfestival wie dieses gehöre doch eigentlich dazu, so der Wunsch. Die Idee für “Stars in Concert” war geboren. Eines sollte man im Kalender 95 dennoch nicht vergessen: Die Showband wurde kurz nach dem Festival in Königslutter Landesmeister!

Mit diesem Rückenwind startete die Showband nun in das Jahr 1996. Kein Verlust an Spielleuten, kein Verlust an Auftritten und neue Musikstücke; kein schlechtes Zeichen. Und wieder eroberte sich die Showband am 1. Mai 1996 den Titel “Bezirksmeister” in ihrer Klasse.

Besonderer Höhepunkt war auch das Spielen der Nationalhymnen beim Damen Europameisterschafts Qualifikationsspiel in Gifhorn. Ein spannendes Ereignis gab es auch im Rahmen des Stadtfestes in Magdeburg: Die Showband Gifhorn sollte für das MDR- Fernsehen den Vor- und Abspann für eine 45 minütige Sendung einspielen, und das auch noch Playback. Ein nicht leichtes und auch neues Unterfangen. Auf einem Platz vor einem großen Springbrunnen und hunderten von Blumen nahmen sechs Kameras das musikalische Ereignis auf, hinterlegt von der CD Magical. Mit diesem Fernsehauftritt ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Showband-Entwicklung gesetzt worden. Auch im Freizeitbereich gab es Neuerungen. Der neu gegründete Vergnügungsausschuss plante die erste Fahrradrallye.

Immer parallel zu den Auftritten und dem Leben der Showband plante das Festivalteam seit September 1995 an der kleineren Version des Gifhorner Musikfestival mit dem Titel “Stars in Concert”. Vor beeindruckender Kulisse im Gifhorner Schlosshof und in der Fußgängerzone präsentierten sich im September 1996 sechs Musikzüge mit Musik und Bühnenshow. Hierzu gab es einen 800-Jahr-Snack der Showband. Herzlichen Glückwunsch, Gifhorn! Eine Veranstaltung, die wie das erste Festival wieder große Begeisterung hervorrief. Auf der Landesmeisterschaft, die 96 in Rastede stattfand, gab es wieder den Landesmeistertitel für die Showband Gifhorn.

Im Januar des Jahres 1997 gab es im Bereich Jugendarbeit viel zu tun. Der Vorstand der Showband entschloss sich, die Ausbildungsarbeit der neuen jungen Mitglieder zu verbessern und gründete das Jugendcorps, die Showband Gifhorn Cadets. In dieser Band, die als eigene Musikgruppe gelten soll, eigene Ausbilder hat und auch eigene kleine Auftritte im Umland spielen soll, werden die Neuen an das Spielen eines Instrumentes in der Gruppe herangeführt, lernen miteinander umzugehen. Sie lernen Musikstücke, die nicht so schwer wie die der “Großen” sind und spielen diese auf leichteren oder feststehenden Instrumenten. Mit ca. 15 Jugendlichen wurden die ersten Stücke einstudiert. Auf dem ersten Sonntagskonzert Ende April wurden die Cadets vorgestellt. Bezirksmeister wurden die “Lütties” in der Jugendklasse bereits im Mai des Jahres 97. Auch die “Großen” errangen wieder den Bezirksmeistertitel.

"Showband Gifhorn"

Zwei Mal sollte es 1997 nach Frankreich gehen. Das erste Mal spielten die Gifhorner in St. Quentin, einen Monat später beim zweiten Mal in Beauvais. Beide Male zeigte die Showband auch ihre Show, die bei den Zuschauern sehr gut ankam. Im “normalen” Übungsbetrieb drehte sich in den letzten Monaten alles nur noch um die Show, die im Juli bei den Weltmusikwettbewerben in Kerkrade (NL) präsentiert werden sollte. Besser als 1993 sollte sie sein, perfekter. Und auch im Marschbereich wollte man sich zeigen. Unter der Regie von Ronny Gödecke wurde die Show einstudiert und ständig verfeinert. Doch es hat nicht sein sollen. In Kerkrade konnte die Showband die Jury nicht zu einer Goldmedaille überreden, es blieb wie 1993 bei einer Silbermedaille für die Show, zusätzlich gab es eine Silbermedaille für den Marsch. Doch schon allein die Teilnahme in Kerkrade, bei der man sich regelrecht bewerben muss und eine Jury dann entscheidet, zeugt von der Qualität der teilnehmenden Gruppen in Holland.

Im Fernsehen zeigte sich die Showband Gifhorn 1997 vier Mal. Nach der Übertragung des Blumencorsos aus Bad Ems durfte sich die Showband in Gifhorn bei der “Aktuellen Schaubude” des NDR zeigen. Auch der Offene Kanal aus der Region brachte eine Sendung über die Arbeit der Band. Bei den Weltmeisterschaften der Lateinamerikanischen Tänze in Halle/Westfalen, bei der die Showband im bekannten Gerry Weber Stadion (Tennis-Arena) im Rahmenprogramm spielen durfte, übertrugen ARD und ZDF die Veranstaltung. Von dort aus ging es dann unmittelbar nach Duderstadt, wo am nächsten Tag bereits der Landesmeistertitel für die “Großen” und der Jugend-Vizemeistertitel für die Cadets geholt wurde. Die Cadets reisten hierfür extra aus Gifhorn an. Ganz Deutschland konnte die Showband Gifhorn im Fernsehen sehen, als sie für unser Bundesland Niedersachsen am 3. Oktober 1997 in Berlin am Umzug des Deutschland Festes teilnahm. Ein tolles und ereignisreiches Jahr, welches mit der jährlichen Jahresabschlussparty und der Weihnachtsfeier ruhig beendet wurde.

1998 - 2001

Das Jahr 1998 ist von den Auftritten eher ein ruhiges Jahr, sieht man vom 2. Gifhorner Musikfestival “Stars in Musik & Show” ab. Die Vorbereitungen für das Festival, das Einüben neuer Stücke und die Umbesetzung in den Instrumentenlines sind die diesjährigen Schwerpunkte der Showband. Gleichzeitig hielten zwei Verlobungen, fünf Hochzeiten und zwei Geburten die Showbandmitglieder terminlich permanent in Atem. Für unsere Jüngsten gab es Anfang Juli eine zweitägige (etwas feuchte) Paddeltour auf der Aller mit Übernachtung im Zeltlager. Dennoch präsentierte sich die Showband mit ihrer Show bereits Anfang April beim Musikfest der Blue Lions in Rastede. Auch das Sonntagskonzert fand in gewohnter Weise statt und begeisterte wieder hunderte von Freunden und Fans der Showband. Zahlreiche Auftritte in der ganzen Region folgten. Immer parallel zu den Auftritten beschäftigt sich auch in diesem Jahr das Festival-Team mit den Vorbereitungen für das Festival 1998, welches noch größer und noch besser werden sollte als 1995. Es war geschafft. Das Festival lief reibungslos ab.

Bereits zwei Monate später spielte die Showband beim Stadtfest in Zerbst und startete durch zu den Landesmeisterschaften in Königslutter. Als Landesmeister in der Klasse „Brassband Senioren“ verließen sie diesen Wettstreit. 7 Tage später fanden die Landesmeisterschaften der Individuals in Hasselfelde statt. Dort wurde die „Percussion Einzel“ mit dem Vizemeistertitel belohnt. Zum Saisonausklang traten die Musiker bei den 4. Bremer Meisterschaften an und wurden Sieger in der „Offenen Klasse“ und in der Kategorie „Brassband“.Nach diesem erfolgreichen Auftritten wurde das Jahr mit der sehnlichst erwarteten Jahresabschlussfeier beendet.

Noch vor dem offiziellen Saisonbeginn 1999 wurde die Band bereits zur Eröffnung des Real-Marktes in Gifhorn engagiert. Nach diesem eisigen Auftritt wurde es wieder heiß bei den Bezirksmeisterschaften in Knesebeck. In der Kategorie „Brassband“ erreichte die Showband auch in diesem Jahr wieder den Bezirksmeistertitel. Nach einer Hochzeit und einem Konzert beim Spargelfest in Zerbst erklangen die Stücke der Gifhorner bei der Grün-Weißen Nacht im Südkopfcenter in Wolfsburg und im Celler Schloss. Endlich war es dann soweit. Die in der Winterpause einstudierte und in der Zwischenzeit an Wochenenden vertiefte neue Feldshow konnte beim „Großen Preis von Weyhausen“ dem Publikum präsentiert werden. Vor einem begeisterten Publikum gelang der Gruppe der 2. Platz.

Nach dem Schützenfestumzug in Gifhorn brach die Showband nach Berlin auf. Zum Abschiedsfest des Bundespräsidenten Roman Herzog im Schloss Bellevue spielten die Musiker vor vielen Prominenten aus TV, Sport und Politik. Zum Einlass empfingen die Spielleute die Gäste im Konzert und starteten danach einen Umzug durch den Schlosspark. Direkt nach diesem, doch etwas außergewöhnlichem Auftritt, ging es weiter nach Alsfeld zum Kampf um den Deutschlandpokal. Mit dem 3. Platz in der Kategorie „Brassband“ und „Feldshow“ zog es die Musiker weiter zum Konzert und Umzug bei der Warnemünder Woche in Rostock. Nach einer kurzen Erholungspause am Strand folgte im Juli ein Ausflug zum Liborifest in Paderborn. Mit einem riesigen Spektakel präsentierten Wasserskiläufer Stunts auf dem Wasser, einen Drachenkampf mit viel Feuer und Soundeffekten. Bereits am nächsten Tag mussten alle wieder hoch konzentriert sein, denn im Celler Schloss wurden Fernsehaufnahmen gedreht, für die Sendung „Kein schöner Land“. Einige Zeit später wurde dieser Beitrag landesweit gesendet. Nach dem jährlichen Gifhorner Altstadtfest, ging es dann im September nach Tangermünde zum Burgfest. Dort fiel die Band mit ihrer Uniform etwas aus dem Rahmen, da fast alle Teilnehmenden in mittelalterliche Gewänder gekleidet waren. Das Ende der Saison stand bald wieder an, welches mit der Jahresabschluss- und der Weihnachtsfeier beendet wurde.

Nach einigen kleineren Auftritten ging es im Jahr 2000 zur Walpurgisnacht in Bad Grund. Nachdem sich die Gruppe genug gegruselt hatte spielten sie in Konzertstellung für den Fanfarenzug „Elche“ in Vorsfelde. Ein paar Tage später führte es die Gifhorner wieder dorthin, dieses Mal zur Bezirksmeisterschaft. In der Kategorie „Brassband“ erreichten sie wieder den Bezirksmeistertitel. Nach diesen Auftritten folgte eine Zeit des Übens, besonders der Schweizer Nationalhymne. Diese wurde nämlich beim Fußballländerspiel der Gifhorner Polizei gegen die Schweizerische benötigt. Gut gelaunt ging es dann nach Lingen/Ems zum zünftigen Volksfest. Es ging natürlich gleich mit Auftritten weiter, die dieses Mal in der näheren Umgebung Gifhorns stattfanden. Ein sehr feuchter und wohl doch vor allem nasser Auftritt folgte in Wissen/Sieg, bei dem das Publikum trotz der Wetterlage von den Gifhorner begeistert wurde. Nachdem die Uniformen und Federn getrocknet waren, ging es Ende Juli zur EXPO 2000 nach Hannover. Nach der grandiosen musikalischen Darbietung konnten die Musiker sich sogar noch einiges auf dem EXPO-Gelände ansehen. Gut erholt starteten die Gifhorner nach der Sommerpause beim Elmshorner Hafenkonzert und den 11. Musiktagen in Heikendorf durch. Es folgte das Hoffest bei Gmyrek in Gifhorn, ein Umzug beim Blumenkorso in Hille und schließlich die Eröffnung der Volkswagenhalle in Braunschweig. Bis zur Winterpause folgten dann noch kleinere Auftritte bei einer Hochzeit, einem rundem Geburtstag einem Konzert für die Braunschweiger Zeitung in Gifhorn, einem Laternenumzug in Wolfsburg und ein Konzert zur Sportgala in der Flutmulde in Gifhorn.

Die Wintersaison, die durch reichlich viel Showüben an den Wochenenden auffällt, wurde unterbrochen durch Konzerte bei Geburtstagen, bei dem SV–Heim Gifhorn, vor dem Rathaus der Stadt und dem Karnevalsumzug in Braunschweig. Mit dem Eröffnungskonzert im April läutete die Showband das Jahr 2001 ein. Bei den Bezirksmeisterschaften holten sie sich wieder den Bezirksmeistertitel und sogar die Tageshöchstwertung. Nach einem Konzert beim hiesigen DRK folge einmal ganz anderer Auftritt, nämlich im Heidepark Soltau. Nach einem Umzug und Konzerten konnten sich die Musiker noch auf dem Gelände austoben und die Attraktionen genießen. Doch das war nicht der einzige Auftritt, wo den Spielern nach getaner Arbeit etwas geboten wurde. Nein, es ging kurz darauf in den Harz zur Pullmann City II, in die Westernstadt in Hasselfelde. Nach Cowboyhut und Indianerklängen rückte der Termin immer näher, an dem das erste Mal die intensiv einstudierte Feldshow präsentiert werden sollte.

Mit großem Erfolg wurde diese Show in Lille (Frankreich) vorgeführt, bevor sie endlich in Kerkrade (Niederlande) zu den Weltmeisterschaften gezeigt werden konnte. Es war ein heißer Tag, eine lange Fahrt und ganz viel Aufregung gewesen, doch nichts desto trotz konnte das alles die Gifhorner nicht bremsen. Sie holten in Marsch und Show die Goldmedaille. Die Freude war nicht nur groß auf das Geschaffte, nein, denn an diesem heißen Junitag hat die Band ihre neue Uniform erhalten, gerade noch rechtzeitig zum großem Auftritt und der gesamte Auftritt wurde im Fernsehen übertragen. Die Freude war riesengroß, nicht nur für die teilgenommenen Spielleute, auch für diejenigen, die nicht mitkommen konnten.

Doch ein Ereignis folgt dem nächsten, denn ein paar Tage später ging es nach Oberhausen, in das größte Einkaufzentrum Europas um auf der Promenade zu marschieren, musizieren und vor allem um zu shoppen.

Nach einer kurzen Sommerverschnaufspause führte die Reise nach Herne zur Cranger Kirmes und gleich weiter nach Kassel zum Zisselfest. Der Bootskorso in Havelberg folgte, wo der Showband und den Zuschauern ein berauschendes Spektakel geboten wurde. Zum alljährlichen Altstadtfest begeisterte die Gruppe auch endlich wieder mal die Gifhorner Fans.

Der wohl anstrengendste Auftritt in diesem Jahr war dann sicherlich die Eröffnung der City – Galerie in Wolfsburg. Geschlagene 12 Stunden marschierten und musizierten die Spieler durch die Gänge und vor dem Gebäude auf und ab.

Nachdem die Füße abgeschwollen und die Blasen verarztet waren, fanden im September die German Open in Hameln statt. In der Kategorie Feldshow gab es den 3. und im Marsch den 1. Platz. So gut gerüstet ging es zu den Landesmeisterschaften nach Bad Münder bei denen die Band Landesmeister im Marsch wurde und 3. in der Show und Konzert. Zum Jahresende folgten noch einige Veranstaltungen, wie das Erntedankfest in Bardowick, eine Musikshow in Königsstein und die letzte Meisterschaft für dieses Jahr, die Landesmeisterschaft in Bremen. Diese verließ die Showband mit dem 1. Platz in der Feldshow, 2. Platz in der Kategorie „Brassband“ und den 4. Platz in der Kategorie Marsch.

Nach einem so abwechslungsreichen Jahr beendete die Showband auch diese Saison mit ihrer Jahresabschlussfeier. Dieses Mal sogar nicht nur im „kleinen“ Rahmen, sondern in einer großen Runde, zu der auch andere Vereine eingeladen waren. Die Winterpause mit ihren Übungswochenenden wurde eingeläutet und ein noch nicht so voll verplantes Jahr 2002 begann.

2002 - 2003

Dieses Jahr begann erst so richtig mit einem Sonderüben zum Sonntagskonzert in der Fußgängerzone in Gifhorn. Bei diesem Eröffnungskonzert zeigten die Musiker wieder ihr frisch Erlerntes. Das treue Publikum dankte dies mit reichlich Applaus.

Bei der Bezirksmeisterschaft in Wesendorf räumte die Band wieder den 1. Platz in der Kategorie Brassband ab. Beim darauf folgenden „Großem Preis von Weyhausen“, einer Wettbewerbs- und Showveranstaltung, konnte dieser Platz nochmals erreicht werden. In Lindau/Harz reichte es bei der Deutschen Meisterschaft für den Vizemeistertitel, ebenfalls in der Kategorie Brassband.

Im Juni startete eine ganze Serie von Umzügen und Konzerten. Es begann in Perleberg und ging weiter nach Bremen zur „Air 2002“. Einen weiteren Start zum Marschieren gab es dann in Borculo (NL), ein kurzer Stopp zum Schützenfest in Gifhorn und weiter ging die Reise zum Hussiten Kirschfest in Naumburg. Ein Wunder, dass zwischendurch auch noch das Freizeitteam Zeit hatte die Cadetstour nach Knesebeck zu planen und durchzuführen. Die Sommerpause kam dann wieder recht, um die Füße zu pflegen um dann im Juli die Insel Usedom unsicher zu machen. Mehrere Auftritte für die Halbinselbewohner und Touristen, sowie die Abkühlung in der Ostsee machten diese Reise fast zum Urlaubsausflug.

Einen weiteren Umzug trat die Band zur Cranger Kirmes in Herne an, sowie ein Konzert mit Umzug zum Harzfest in Stollberg, um schließlich wieder zum Altstadtfest in Gifhorn präsent zu sein. Doch dieses Mal konnten die Gifhorner Fans endlich wieder einmal mehr von den Klängen der Showband und anderen hören und sehen. Es fand das 3. Showfestival „Stars in Musik & Show“ statt. Das Sportzentrum Süd erbebte bei dem Aufgebot an Bands aus ganz Deutschland und den Niederlanden. Als krönenden Abschluss hatte sich Ingo Meyer diesen Tag gedacht, für seinen Rücktritt als Drum Major der Showband. Er übergab am Ende der Veranstaltung vor dem staunenden Publikum sei „Zepter“ an Larissa Güttler. Mit Konzerten beim Hoffest von Gmyrek in Gifhorn, in Helmerkamp und in Gifhorn für den Partyservice Roth verbrachte die Showband dann etwas ruhiger den September. Bevor die Gruppe zu den Verbandsmeisterschaften nach Neustadt durchstartete, gab es ein besonderes Highlight für den Verein. Das Busunternehmen Broders, mit dem die Showband schon seit Jahren tourt, hat einen seiner Busse mit mehreren Motiven der Showband bekleben lassen, um nun Musiker „standesgerecht“ zu ihren Auftritten zu fahren.

Mit der wohlverdienten Jahresabschlussfeier wird auch dieses Jahr bereits verabschiedet um in die Übungsphase der Wintermonate 2003 aufzubrechen. Im Januar erwärmte sich die Showband bei einem Umzug und Konzert in der Fußgängerzone Braunschweigs. So gut gelaunt ging es dann am Abend in Gifhorns Eiskeller. Dort wurden die gesamten Helfer des Showfestivals 2002 von der Firma Roth mit einem Käsefondue verwöhnt. Und zum Karneval im März besuchten die Musiker wieder Braunschweig um an dem gigantischen Umzug teilzunehmen. Noch heißer wurde es Mitte März. Denn 2 Ausbilder, Matt Henley und Bob Bruckner, aus den USA von der Carolina University trainierten die Gifhorner Showband über zwei Wochen in Musik und Technik. Die gesamte Crew brach sogar für ein gemeinsames Wochenende nach Hannover auf, um ungestört Tag und Nacht im amerikanischen Stil ihre Show „Rock'o'holics“ zu perfektionieren.

Damit es auch weiterhin Nachwuchs für dieses tolle Hobby gibt, veranstaltete die Showband im April einen Tag der offenen Tür, bei dem in der Halle den interessierten Gästen und vor allem den Kindern die Show und die dazugehörigen Instrumente vorgestellt wurden. Das alljährliche Eröffnungskonzert in der Fußgängerzone der Heimatstadt brachte die Spielleute wieder in die Realität, denn schließlich begann die Saison der Meisterschaften. Die Bezirksmeisterschaft in Knesebeck verließen sie wieder mit dem Bezirksmeistertitel in der Kategorie „Drumline“ und dem 2. Platz in der Kategorie „Brassband“. Konzerte bei der Drömlingmesse in Wolfsburg, in Nienburg und bei der Harz & Heide Messe in Braunschweig folgten. Im Juni konnte dann die Feldshow vor dem Harzer Publikum in Altenau präsentiert werden. Gestärkt durch den Applaus und einem Umzug in Lingen, der die Kondition förderte, folgte die Landesmeisterschaft in Leer. Bei der Show gaben die Musiker alles, sodass sie den 2. Platz erreichten. Zurück in Gifhorn nahm die Showband begeistert am Schützenfestumzug teil. Am Wochenende darauf zog es die Spieler bereits wieder in die Ferne. Bis nach Sin le Noble/Frankreich ging die Fahrt. Dort nahm die Band an einer phantastischen Parade und einem anschließenden Umzug teil. Zurück in Deutschland kämpften die Spieler bei den Internationalen Rasteder Musiktagen auf regennassem Rasen. Sie erlangten leider nur den 6. Platz in der Kategorie „Show“. Doch die Hauptsache war, dass sich niemand bei den Stürzen verletzt hat.

Zum 5-jährigem Bestehen der Westernstadt Pullmann City II in Hasselfelde/Harz durfte die Showband wieder die staubtrockenen Strassen durchqueren und eine etwas andere Musikrichtung unter die Sioux, Apatchen, Mohikaner, Süd - und Nordstaatler, sowie alle angereisten Westernfreaks bringen. Bei einem Beachvolleyball-Turnier am Tankumsee konnten sich dann alle erst einmal vor der Sommerpause austoben. Erholt und voller Tatendrang ging dann auch schon die Fahrt nach Zevenhuisen (NL). Die Showband nahm dort an einem riesigen Showfestival teil, bei dem hochrangige Gruppen aus den verschiedensten Ländern anwesend waren.

Mit vielen neuen Freunden und etwas Heimweh kamen die Musiker pünktlich zum Altstadtfest in Gifhorn wieder an. Auf der Rathausbühne gaben sie den Fans ihr Repertoire zu Besten. Und gleich am nächsten Tag ging es ab an die Nordsee, zum Duhner Wattrennen. Dort marschierte die Showband durch die Stadt und gab direkt am Strand, neben den Schiedsrichtern des Rennens und vor dem zahlreich erschienenen Publikum mehrere Konzerte. Mit trockenen Füßen nahm nun die Band an den German Open in Hameln teil. Im Wettstreit mit neun anderen Gruppen erreichte sie in der Kategorie „Feldshow“ den 4. Platz.

Mit der Auswertung im Gepäck wurde nun weiter kräftig an der Show gefeilt. Zwischendurch gaben die Spielleute noch mehrere Konzerte in Gifhorn und die Cadets konnten sich wieder mit dem Freizeitteam in Stüde austoben. Es folgte nun ein Konzert beim Hoffest von Gmyrek, wo es dann natürlich auch noch leckere Bratwurst gab. Zum Konzert in der Gifhorner Südstadt weihte die Showband den neu gestalteten Herbert-Trautmann-Platz mit ein. Nach der berüchtigten Jahresabschlussfeier ging es dieses Mal noch nach Bremen zur Landesmeisterschaft. Mit der verfeinerten Show „Rock'o'holics“ gab es jetzt den 2. Platz, also den Vizemeistertitel in den Kategorien „Feldshow“ und „Brassband“.

Die Weihnachtsfeier war dann auch der krönende Abschluss des Jahres 2003.

2004 - 2006

2004 sollte ein nicht so wettstreitfreudiges Jahr werden. Viele von den „alten“ Spielleuten gaben aus privaten und beruflichen Gründen die aktive Teilnahme auf, sodass die Cadets erst einmal in die Fußstapfen gestellt werden mussten. Kleinere Konzerte, die Jahreshauptversammlung und eine Grünkohlwanderung, mit lecker Essen, unterbrachen die Übungsphasen bereits im Januar. Bei einer Musikveranstaltung im Sportzentrum Süd in Gifhorn ging es dann wieder hoch her. Mit weiteren Musikvereinen aus dem Landkreis Gifhorn wurde zugunsten der Kinder ein Programm auf die Beine gestellt, das dem Showfestival in etwa gleicht. Zum ersten Mal stellte dabei die Showband ihre Color Guard vor, die auf schauspielerische Weise der Musik mit Fahnen, Stangen, Stühlen und Rifles (Gewehrattrappen) ein Bild gib. Mit dem Sonntagskonzert in der Fußgängerzone startete dann auch schon wieder die nächste Saison.

Bei der darauf folgenden Bezirksmeisterschaft in Königslutter konnten sich die verjüngten Musiker über den 1. Platz in der Kategorie „Brassband“ freuen. Auf ging es wieder nach Frankreich. In Croix bei Lille nahmen sie innerhalb von zwei Tagen bei Eröffnung des 48. internationalen Fußballturniers teil. Mit Gruppen aus Polen, Holland und Belgien begleiteten sie diese Veranstaltung, um sogleich aufzubrechen in den Harz. In Altenau fand das 30. Harzer Musiktreffen statt, bei dem die Band ihre Feldshow präsentierten konnte. Doch ohne große Verschnaufpause ging es weiter, wieder in Richtung Süden. In Wiltz in Luxemburg warteten bereits die Teilnehmer des Ginsterfestes um mit dem farbenprächtigem Umzug zu beginnen.

Es folgten nun erst einmal Auftritte auf heimischen Boden. Beim Tag der offen Tür im Gifhorner Heidland, sowie auf dem Rolandfest in Nordhausen, beim Sport- und Spielfest der Lebenshilfe in Gifhorn und natürlich beim Schützenfestumzug der Heimatstadt. Weiterhin in der Umgebung trat die Band mit ihrer Show bei den Fußballturnieren in Müden/Dieckhorst auf. Die Color Guard startete das erste Mal bei den Individuells in Neustadt. Mit ihrer mitreisenden Aufführung des Stückes „In Caellum Ferro“ erreichten sie haushoch den 1. Platz. Vor der Sommerpause servierte die gesamte Showband den Interessierten des Autohauses Blecker noch ein Konzert.

Gut gestärkt marschierten sie dann auch sogleich beim Umzug auf der riesigen Cranger Kirmes in Herne mit. Am nächsten Tag reiste die Gruppe weiter zur DTM nach Oschersleben. Dort eröffneten sie das letzte Saisonrennen mit einem Marschauftritt direkt auf der Startbahn. Zwischen Rennwagen, Rennfahrern und Pistenstaub, konnten die Musiker das Rennen von einer VIP - Loge genau über der Boxengasse verfolgen. Nach einem Konzert in Braunschweig und einem anschließenden Auftritt beim Gifhorner Altstadtfest startete endlich das heiß ersehnte, monatelang vorbereitete 4. Showfestival „Stars in Musik & Show“. Mit Magneten wie Jubal Drum & Bugle Corps (NL), Concordia (NL) und Gruppen aus ganz Deutschland erbebte wieder die gesamte Gifhorner Stadt.

Zum Ende des Jahres folgen noch Auftritte beim Blumenkorso in Bad Wildungen, beim Stadtfest in Schöppenstedt, bei den „Blue Bandits“ in Hagenburg und beim 10-jährigen Bestehen des Fanfarenzuges in Rühen. Die Cadets sind natürlich auch wieder bei der Tour in Stüde auf ihre Kosten gekommen. Die Jahresabschluss- und die Weihnachtsfeier beschließen auch schon dieses Jahr wieder.

Die Führungsmannschaft wechselte im Januar 2005.

Ingo Meyer (ehemaliger Drum - Major) wurde Vorstandsvorsitzender, Stefan Schulz (ehemals Snare) Vorstand Management. Matthias Kalmbach (ehemals Snare) wurde für das Amt Vorstand Musik wieder gewählt, genauso wie Heiko Hinz (ehemals Trompete) für die Finanzen. Mit diesem jungen dynamischen Team starteten die Mitglieder der Showband zur Grünkohlwanderung und zur Helferparty der treuen Seelen des Showfestivals `04. Gut gestärkt konnte dann bereits das erste Konzert am Tankumsee bei Gifhorn durchgeführt werden, um den Einwohnern der Stadt schon mal das Sonntagseröffnungskonzert schmackhaft zu machen. Nach dem offiziellen Einstand in dieses Jahr, folgte alsdann auch schon die Bezirksmeisterschaft in Vorsfelde. In den Kategorien „Brassband“ und „Color Guard“ räumten die Musiker und Tänzer wieder den 1. Platz ab. Bei einem Konzertcontest in Neustadt reichte es in der Kategorie „Brassband“ für den 3. Platz. Die Color Guard startet mit einer spannenden Choreographie bei den DCG Individuals & Ensembles und bekam den 2. Platz. Mark Kuschkowitz erreichte in der Kategorie der Individuals „Bariton“ mit einem besinnlichen Stück von J. Hayden den 1. Platz. Der Umzug zum Schützenfest in Gifhorn kam dann doch ganz recht, mal keine Wertungsrichter. Doch auch die Zuschauer werten sicherlich ehrlich, denn mit viel Jubel wurde die Gruppe begleitet. Kleinere Konzerte (Hochzeit, Geburtstag, beim VFL Wolfsburg im Gifhorner Sportzentrum, bis der Startschuss wieder für die DTM in Oschersleben fiel. Zwischen Rennwagen und deren Fahnenträgerinnen eröffnete die Showband das Finale Rennen der Saison. Begleitet von Kameras marschierten sie die Startbahn entlang, vorbei an der Boxengasse bis in den reservierten VIP - Bereich. Dort konnten sich die Musiker stärken und das spannende Rennen direkt, von über der Boxengasse aus, beobachten.

Zwei Konzerte in Gifhorn bildeten den Abschluss vor der Sommerpause. Diese brauchten die Musiker auch, um für den langen Umzug bei der Cranger Kirmes in Herne gerüstet zu sein. Von dort aus ging es zum Volksfest nach Salzgitter. Nun folgten einige Übungstage um mit Volker Schlag einen Überraschungsauftritt beim Gifhorner Altstadtfest zu proben. Mit Gimme some lovin‘ ging am Abend auf der Rathausbühne die Post ab. Am nächsten Tag ging die Reise dann schon früh los nach Wöllstadt bei Frankfurt. Dort spielte die Gruppe zum 100-jährigen Bestehen des dortigen Musikvereins 1905. Zwischen Dudelsäcken, Marinecorps und Blaskapellen stellten sie den Gästen ihre jetzige Feldshow "An emotional Journey" (Eine gefühlvolle Reise) vor.

Zurück in der Heimat trainierte die Showband weiter intensiv an ihrer Feldshow, denn der Contest in Hann. Münden sollte schon mal Generalprobe sein. Dort erreichten die Musiker in der Kategorie „Feldshow“ den 3. Platz. Mit dieser Wertung starte die Band nach Hameln durch, zu den German Open. In der Kategorie „Feldshow“ gab es auch dieses Mal den 3. Patz. Nach einem entspannten Konzert beim Spielmannszug des USK Gifhorn und einem Umzug bei der Michaeliswoche in Gütersloh, brach die Showband zum Musikfestival „Fire of Music“ in Witzenhausen/Werratal auf. Eine Musikshow in Ludwigslust fand kurz vor der alljährlichen Jahresabschlussfeier statt. Zum Fußballspiel bei Conti Teves in Gifhorn und einem eisigem Auftritt in der Fußgängerzone wagte sich die Showband im Winter noch mal raus. Auf dem „Eistraum“ der City spielten die Musiker direkt auf der Eisfläche um die Eishockeyspieler der verschiedenen Schulen im Umkreis anzufeuern.

Der Karneval in Klötze brachte gleich Stimmung in das Jahr 2006. Vor Feen, Clowns, Prinzessinnen und vielen tollen Kostümierten spielte die Showband auf. Mit viel Stimmung ging es dann bei der Jahreshauptversammlung weiter. Das Vorstandsteam möchte sich in diesem Jahr selbst noch einmal beweisen, das da mehr geht. Mittels Power-Pointpräsentation war nun auch allen klar, dass die Zeit auch in der Showband nicht stehen bleibt. Als großes Ziel für die Saison 2006/2007 wurde eine Bühnenshow angekündigt, von der jetzt noch nicht weiter berichtet wird. Dafür aber von einem großartigem Auftritt in Wolfenbüttel. Das Reisebusunternehmen Schmidt feierte sein 50-jähriges Jubiläum mit Stargästen, wie Karel Gott und der Showband Gifhorn. Vor total ausverkauftem Haus spielten die Musiker vor und zwischen den beiden Veranstaltungen um die Gäste zu empfangen und standen mit allen Mitwirkenden zum Finale auf der Bühne. Doch das nächste Highlight folgte bereits eine Woche später. Die gesamte Mannschaft machte sich auf zum Football Europacup im Olympiastadion Berlin. Dort begeisterte sie die Menge mit ihrem Sound, der ja zum amerikanischen Ambiente hervorragend passte.

Das Eröffnungskonzert hingegen fand dieses Mal in einem anderen Rahmen statt. Die City – Gemeinschaft Gifhorn lud zu einem bunten Osterprogramm ein, bei dem die Showband sich über mehrere Stunden im Konzert und Marsch in der Fußgängerzone präsentierte. Ein Spielenachmittag der Mitglieder brachte dann auch noch mehr Abwechslung in das bunte Programm. Die Bezirksmeisterschaften in Weyhausen wurden in der Kategorie „Brassband“ und „Color Guard“ mit dem Bezirksmeistertitel verlassen. Zu einem Festival des Spielmannszuges Werratal brach die Band Mitte Mai auf. Der Freundschaftsbesuch fiel allerdings buchstäblich ins Wasser. Durch den Dauerregen mit Sturm und Gewitter musste die Veranstaltung im Festzelt stattfinden. Unter dem größtem Gedränge der Gäste und Spielleute brachte die Showband mit ihrer Guard und die anderen Gruppen das Zelt zum Kochen.

Obwohl die Musiker erst nachts gegen 2.00 Uhr nach Hause kamen, trafen sie sich am Vormittag bereits wieder zur Abfahrt nach Oschersleben. Dort wurden sie wieder zum Finalstart der DTM erwartet. Mit den Fahnenträgerinnen und Rennfahrern wie Heinz-Harald Frenzen, Martin Schneider und Mika Häkkinen marschierten sie die Startbahn entlang, vorbei an tausenden von Zuschauern. Vom VIP - Bereich aus war es dann wieder eine wahre Wonne dem Rennen bei zu wohnen.

Nach mehreren Geburtstagsständchen, einem Konzert beim Sportfest in Wagenhoff und bei einer Silberhochzeit eines langjährigen Mitgliedes folgte auch schon wieder der Umzug beim Schützenfest in Gifhorn. Wie jedes Jahr säumten die Gifhorner die Straßen und jubelten auch der Showband zu.

2009 - 2010

Umbruchstimmung bei der Showband

Nach der obligatorischen Jahreshauptversammlung Anfang des Jahres trieb es die Showband zum Karneval nach Düsseldorf. Nach einem Konzert im Oberlandesgericht und wärmender Erbsensuppe mussten wir noch einige Zeit warten bis sich der „Zoch“ endlich in Bewegung setzte.
Pünktlich zum Start fing es an zu regnen wie aus Kübeln. Zum Glück hatten unseren Betreuer noch die Regen Capes aus dem Bus ausgeladen, der inzwischen schon am Ziel auf uns wartete. Nach schier endlosen Straßen und gefühlten Millionen Menschen am Straßenrand kamen wir klitschnass und erschöpft am Bus an.

Jetzt hieß es erstmal aufwärmen, umziehen und gen Heimat starten. Auf dem Weg dorthin durfte natürlich unsere „Sandwichstraße“ nicht fehlen.

Am 1. Mai 2009 fand wieder die alljährliche Bezirksmeisterschaft statt, dieses Mal in Knesebeck. Mit Quidam und dem neu eingeübten Ghostbusters sollten Publikum und Jury überzeugt werden. Parallel dazu übte die Percussion ein eigens für die Meisterschaft geschriebenes Percussion-Ensemble-Stück ein.
Mit dem Vizemeister-Titel in der Brassband-Klasse, dem Bezirksmeistertitel in der Percussion Klasse und der erfolgreichen Qualifikation zur Landesmeisterschaft in der Tasche, konnte Knesebeck so dann wieder verlassen werden.

Schützen- und Altstadtfest durften natürlich auch in diesem Jahr nicht verpasst werden. Mit viel Applaus bedacht waren die Mitglieder bestens vorbereitet für die anstehende Meisterschaft.

Zwischenzeitlich übernahm Mark Kuschkowitz das Zepter des Musik Vorsitzenden von Patrick Biermann und führte die Showband erfolgreich zur Landesmeisterschaft nach Weyhausen im September.
Mit „Jurassic Park“ und „Cantus“ ließen die Showband Musiker einige Gruppen hinter sich und konnten den Vizemeister-Titel inkl. Qualifikation zur deutschen Meisterschaft im folgenden Jahr erringen.

Nachdem Ende der Siegerehrung gaben viele Spieler bekannt, dass sie auf Grund von Abitur, Ausbildung und Studium zum Ende der Saison die Showband verlassen.

Ein herber Rückschlag für die verbleibenden Spieler, aber keines Falls eine Entmutigung, weiter an guter Musik zu arbeiten.

Auch dieses Jahr wurde ehrwürdig mit der Jahresabschlussfeier im November und der Weihnachtsfeier verabschiedet.

Bei der Jahreshauptversammlung 2010 stellte sich der Vorstand rund um Nicole Gödecke nicht wieder zur Wahl. Es musste also ein neuer Vorstand her. Doch so einfach wie das klingt, war es nun auch wieder nicht. Helmut Pohlabeln erklärte sich erst kurz vor der Wahl bereit, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen.
Der neue Vorstand wurde aber mit überwältigender Mehrheit gewählt. Fortan führten die Showband also Helmut Pohlabeln (Vorsitz), Christina Breindl (Management), Janning Hansen-Goos (Musik) und Sepp Breindl (Finanzen).

Bereits kurz nach Amtsantritt wurden Gespräche mit Musikern, Ausbildern und Veranstaltern geführt.

Und so konnte nach kurzer Zeit das Projekt Kennzeichen „D“ vorgestellt werden. Mit Markus Großmann wurde dazu ein Showband-Musiker der ersten Stunde gefunden, der das Projekt fortan begleitete und als Ausbilder fungierte.
Das Publikum sollte nun nicht mehr nur mit dem „typisch bekannten“ Showband Sound begeistert werden, sondern nun auch etwas Neues zu hören bekommen.
Deutsche Klassiker und Schlager sollten es nun also sein. Die Skepsis der Musiker war anfangs kaum zu überhören, doch die Stücke wie „Westerland“, „Willenlos“ oder ein Schlager-Medley kamen beim Publikum besser an als gedacht.

Doch war es das, was das Publikum und man selbst von der Showband erwartete?
Die Spieler zogen das Jahr durch, ließen jedoch bald beim Vorstand anmerken, dass man nach diesem Jahr gerne wieder die „alten“ Lieder spielen möchte.

Doch erst einmal wartete der Vorstand mit einer Überraschung.
Bislang wurden die Spieler meist durch interne Ausbilder ausgebildet, das sollte sich fortan aber ändern. Der Vorstand unterschrieb einen Kooperationsvertrag mit der Kreismusikschule Gifhorn.
Seitdem haben wir einen festen Ausbilder für Brass und Zusammenspiel mit Percussion.

Im Herbst 2010 plante der neue Vorstand ein Herbstkonzert am CEKA-Brunnen. Doch es sollte nicht so werden, wie all die vergangenen Konzerte in der Stadt, es sollte etwas Besonderes werden.
So holte man nicht nur die Aktiven ins Boot, sondern auch viele ehemalige Spieler sollten dem Gifhorner Publikum etwas Einmaliges bieten.

Gesagt, getan.

Etwaige Übungsabende mit aktiven und ehemaligen Musikern folgten, um dann beim Herbstkonzert die Zuhörer mit einer etwas größeren Showband zu überraschen.
Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, die Überraschung ist gelungen.

Nach der Jahresabschlussfeier unter dem Motto „Kennzeichen D“ und der Weihnachtsfeier klang auch dieses Jahr ruhig aus.

2011

Ein Jahr schreibt Geschichte

Begonnen hat das Jahr ähnlich ruhig wie die vergangenen 16 Jahre der Showband Geschichte. Doch bereits jetzt war klar, dass die musikalische Ausrichtung wieder in Richtung britische/amerikanische Musik gehen sollte. Kennzeichen „D“ war Geschichte.

Doch der Schein trog. Ruhig war es hinter den Kulissen keinesfalls.
Gemeinsame Ausbilder der Showband Gifhorn und der Flying Drums aus Hannover hatten die Idee einer Kooperation für mindestens ein Jahr. Die ersten Gespräche der beiden Vorstände folgten und schnell wurde klar, dass die Idee auf gegenseitige Begeisterung stieß.
Nach dem ersten gemeinsamen Training in Gifhorn und dem „Ok“ der Mitgliederversammlung lag das Projekt „Flying Gifhorn“ (wie es von einigen Spielern genannt wurde) in trockenen Tüchern.

Das Ziel war von vornherein klar: Sieger in der Concert Class der German Open 2011.

Doch bis dahin war es für alle ein weiter Weg.
Auch die Auswahl für die Wettkampfstücke war schnell getroffen: Die Filmmusik aus „The Incredibles – die Unglaublichen“ sollte es richten und die Wertungsrichter am 3. September in Hameln überzeugen. Zudem kamen noch von jedem Verein zwei Unterhaltungsstücke.
Im Laufe des Jahres folgten viele gemeinsame Übungssonntage abwechselnd in Gifhorn und Hannover. Das reguläre Wochentraining wurde in den beiden Vereinen aber keinesfalls vernachlässigt. Dazu besuchte man sich regelmäßig gegenseitig.
Viele Kilometer wurden gefahren, unzählige Trainingsabende gemeistert und viel Schweiß vergossen.

Natürlich sollten auch die üblichen Auftritte nicht außer Acht gelassen werden. Musikfest in Bremerhaven, Schützenfeste in Gifhorn und Hannover, SPD-Veranstaltung in Gifhorn, Autofreier Sonntag in Hannover, Altstadtfest in Gifhorn und so weiter und so fort.
Aber eins wurde den Spielern immer bewusster: der Wettergott ist selten auf unserer Seite. Oft wurde im strömenden Regen gespielt und trainiert. Was sollte nur passieren, wenn bei den German Open plötzlich die Sonne scheint?

Doch erst einmal kamen die Sommerferien. Für uns aber kein Grund eine Pause einzulegen; im Gegenteil.

Ende August fand das letzte Trainingswochenende in Stüde statt. Von Freitag bis Sonntag wurde fleißig mit allen Ausbildern geprobt. Das Freizeitgelände Fritz, auf dem wir das Wochenende über hausten, drohte fast aus allen Nähten zu platzen. Alle Betten waren belegt.

Und dann kam der Sonntag; Generalprobe inklusive Auf- und Abmarsch mit allem Drum und Dran.
Und wie sollte es nicht anders sein, plötzlich schien die Sonne. Der Run lief perfekt, die Ausbilder hatten kaum noch etwas auszusetzen. Ein schlechtes Omen für die German Open? Schließlich sollte die Generalprobe immer schiefgehen, sagt man unter Musikern.

Eine knappe Woche später, am 3. September, war es schließlich soweit. Die German Open standen an.

Den Musikern war die Aufregung ins Gesicht geschrieben. Morgens startete der Bus in Gifhorn, um dann die noch fehlenden Spieler in Hannover einzusammeln.

In Hameln, beim Veranstaltungsort der German Open, angelangt gab es gleich eine Überraschung von unserem Vorsitzenden Helmut Pohlabeln. Ein eigens für das Projekt gestaltetes T-Shirt für jeden. Die Freude der Spieler war riesig, bevor es dann zum Warm-Up überging.
Fleißig wurde die letzten Stunden vor dem Auftritt geübt und die letzten Kleinigkeiten beseitigt.
Und wie sollte es anders sein, die Sonne schien unaufhaltsam. Bei ungewohnten knappen 30°C schwitzten die Musiker schon vor dem Auftritt. 

Dann war es soweit, die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. Wir waren die letzten Starter in der Concert Class. Das sind im Regelfall diejenigen, mit den meisten Siegchancen. Doch zu viel versprechen wollte man sich nicht. Die Ausbilder beruhigten noch ein wenig die Spieler, bevor „die Wand“ dann auf das Feld marschierte.

Nachdem Spieler, Ausbilder und Betreuer alles aufgebaut haben, war die Jury bereit für unseren Start.
Dann begann die Show.
Das Publikum war kaum zu bremsen, mit vielen Zwischenrufen feuerten sie uns weiter an.
Und als dann „endlich“ der letzte Ton gespielt wurde, sah man alle Spieler schwitzend und nach Luft schnappend auf dem Feld stehen. Ein riesen Applaus fuhr den Spielern entgegen.
Es war geschafft.

Abmarsch, Ausziehen, durchatmen, ausruhen.

Nach den weiteren Startern in der Show Klasse mussten wir uns fertig machen für die Siegerehrung; was sollte uns hier nun erwarten? Welche Hoffnungen haben wir?
Die Ausbilder zumindest haben unsere Erwartungen erst einmal etwas gebremst, es sollte später schließlich niemand enttäuscht sein.
Nach dem Aufmarsch auf das Feld mit allen anderen Gruppen war es dann also so weit.

Begonnen wurde mit der Junior Klasse, dann kam die Konzert Klasse, unsere Klasse.
Platz 4…puh, nicht wir. Platz 3…auch nicht wir.
Nun wurde es spannend. Die Nervosität stieg bei allen ersichtlich an.

Dann wollte die Stadionsprecherin die Spannung lösen, zweiter Platz sind die Black Panthers, wir sind also tatsächlich erster Platz.

Erster Platz in der Konzert Klasse der German Open 2011. Wir hatten das erreicht, auf das wir von vorherein hingearbeitet haben. Freude und Gänsehaut bei allen Spielern, hier und da eine Freudenträne.

Dann hieß es aber erstmal wieder Abmarsch und kurzes Ständchen. Ständchen für unsere Ausbilder, Betreuer, Fans und natürlich für uns selber.
Anschließend startete der Bus wieder gen Heimat und einige unserer Spieler haben in Hannover noch die Nacht zum Tag gemacht und den Sieg entsprechend gefeiert.

Nach den German Open wurde es wieder etwas ruhiger, schließlich war nun auch die Saison vorbei.
Es gab noch einen gemeinsamen und vorerst letzten Auftritt beider Vereine in Hannover.

In den folgenden Wochen und Monaten gab es viele Überlegungen im Vorstand und unter den Spielern; was nun?
Wollen wir ein Jahr dranhängen? Wollen wir zu der gleichen Musik noch eine Show laufen? Oder soll wieder etwas Ruhe einkehren und wir machen erstmal „unser Ding“?

Entschieden haben sich unsere Spieler schließlich für die letzte Idee. Der Schwerpunkt müsse künftig verstärkt auf Mitgliederwerbung gesetzt werden, waren sich alle einig.
So entschied man sich das nächste Jahr getrennt zu verbringen.

Wie jedes Jahr folgten auch noch die Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier.
Jahresabschlussfeier dieses Mal unter dem Motto „Casino Royale“. Den Sieg bei den German Open wollte man nämlich gebührend und schick feiern.

2012 - 2014

Rückkehr zur Normalität

Das neue Jahr hat wieder einmal mit einem Umschwung begonnen. Einige Spieler hörten auf. Umso erfreulicher aber, dass wesentlich mehr neue Spieler dazu kamen. Sogar einige, die schon ein Instrument spielen konnten; beste Voraussetzung also.

Nun wurde fleißig geprobt, die neuen Spieler sollten schließlich schnellstmöglich integriert werden. Die ersten Auftritte wurden geplant und so stand Anfang April der erste Auftritt der „neuen“ Showband auf dem Plan. Beim Kulturfest in Gifhorn sollten die neuen Stücke zum ersten Mal dem Publikum präsentiert werden. Natürlich waren die neuen Spieler aufgeregt, schließlich war es ihr erster Auftritt. Den haben sie aber mit Bravour gemeistert.

Aber das sollte es für das Jahr selbstverständlich noch nicht gewesen sein. Das Highlight stand noch an.

Es ging dann aber erstmal mit dem 50. Geburtstag von Herrn Knöfel weiter. Herr Knöfel ist der Leiter des Warenhauses Famila in Gifhorn, das uns seit vielen Jahren sehr großzügig mit Spenden aller Art unterstützt. Wir konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen zum Geburtstag zu gratulieren. Die Besucher des Marktes und Herr Knöfel waren über unseren Besuch sichtlich überrascht. Als Dank gab es einen Einkaufswagen mit leckeren Kleinigkeiten.

Besonders gefreut haben sich alle Spieler, als sie von einer Anfrage von VW erfahren haben. Die Showband sollte bei der Eröffnung des neuen VW Logistikzentrums in Fallersleben spielen. Ohne jedes Zweifeln wurde sofort zugesagt und auch dieser Auftritt mit viel Spaß der Spieler hinter sich gebracht.

Bei der Bezirksmeisterschaft am 1. Mai errang das Percussion Ensemble der Showband in der Senioren Klasse den 2. Platz und in der Junioren Klasse den 1. Platz.

Natürlich durften auch andere Auftritte nicht fehlen. Besonders zu erwähnen sind noch ein Auftritt vor schönster Kulisse im Wolfenbütteler Schloss und beim Jubiläumsfeuerwerk des MTV Wasbüttel. Im Dunklen unter einem Feuerwerk zu spielen ist schon etwas Einzigartiges.

Doch 2012 blieb wohl vielen Spieler als ein Jahr der Veränderungen in Erinnerung. Die Stadt Gifhorn meldete sich bei unserem Vorstand und kündigte an, die Kosten für die Turnhalle der BBS II im Gifhorner II. Koppelweg (im Eigentum des Landkreises) nicht über das Jahr hinaus tragen zu wollen. Und damit ging nicht nur unser langjähriger Trainingsort verloren, sondern auch viele viele schöne Erinnerungen an die dort gemeinsam erlebte Zeit der letzten Jahrzehnte.

Aber jetzt stand man erst einmal vor einem anderen Problem; wo sollte man ab dem nächsten Jahr trainieren? Viele Gespräche mit der Stadtverwaltung wurden geführt, aber so einfach wie das klingt, war es gewiss nicht. Lagerraum für die Instrumente, städtisches Eigentum, große Räumlichkeit für das Zusammenspiel, mehrere Räumlichkeiten für das Einzeltraining und so weiter und sofort. Dazu kommt noch, dass bereits viele Schulen und Hallen durch andere Vereine belegt sind.

Letztendlich wurde dann die Fritz-Reuter-Schule am Sportzentrum Süd gefunden. Lagerraum ja, Räume für Einzeltraining ja, aber ein großer Raum für das Zusammenspiel fehlte. Das war ein großes Problem, mit dem man sich aber erstmal abgeben musste. Jetzt musste man erstmal das alte Depot an der BBS räumen, hier hat sich in den vielen Jahren einiges angesammelt, und die neuen Räume in der Schule beziehen.

Die Überlegungen für eine neue „bessere“ Unterkunft gingen natürlich weiter, aber nun standen erst einmal die Jahresabschlussfeier unter dem Motto „Bad Taste“ und die Weihnachtsfeier vor der Tür.

Das neue Jahr 2013 begann wie jedes andere auch. Erst einmal war alles etwas ruhiger. Zur Freude aller gab es einige neue Spieler, die Vorbereitungen für die kommende Saison konnten also beginnen.

Mit einem neuen Vorstand wurde dazu der erste Grundstein gelegt. Helmut Pohlabeln (Vorsitz) und Sepp Breindl (Finanzen) verblieben im Vorstand. Neu dazu kamen Silke Schreiber (Management) und Björn Dau (Musik). Unterstützt wurde der geschäftsführende Vorstand von Gunda Küster (Freizeitteam) und Henric Schreiber (Musikteam) im erweiterten Vorstand.

Keine 24 Stunden im Amt begannen im Vorstand die ersten Planungen für das Jahr. Das Musikteam erarbeitete das Musikprogramm für 2013; welche Stücke, welche Ausbilder, wie oft Training und so weiter und so fort. Das Management plante bereits die ersten Auftritte und führte Gespräche mit Veranstaltern.

So hatte das Jahr allerlei an Auftritten zu bieten. Von kleinen Ständchen bei Geburtstagen und Hochzeiten über das Jubiläum der Lebenshilfe und der Isetaler, das Hoffest in Isenbüttel und Sport am Tankumsee bis hin zum alljährlichen Altstadtfest.

Seinen Höhepunkt fand das Auftrittsjahr 2013 beim regionalen Musikfest in Gifhorn. Bereits zum zweiten Mal in einem Jahr verschlug es uns in den Gifhorner Schlosshof. Bei zwei Auftritten mit jeweils 30 Minuten konnten wir erst im Schlossinnenhof und dann auf der Schlosswiese unser Programm zum Besten geben. Das Vorprogramm vom VW Philharmonie Orchester zu sein ist schon etwas Besonderes.

Sein Ende fand das Jahr 2013 wieder einmal mit der Jahresabschlussfeier, die vom Freizeitteam dieses Mal unter dem Motto „Beach Party“ ausgerichtet wurde.

Doch ganz war es das für das Jahr doch noch nicht. Durch unsere Kooperation mit der Kreismusikschule konnten wir das Humboldt Gymnasium Gifhorn als neuen Trainingsort gewinnen. Vorstand und Mitglieder waren heilfroh, nun einen geeigneten Trainingsort gefunden zu haben. Große Aula für das Zusammenspiel, einzelne Klassenräume für das Training in Sections, ein großes Außengelände und weite Flure für das M&M Training und eine Sporthalle, falls wir mal etwas mehr Platz im trockenen brauchen. Dazu vier Lagerräume in dem all unsere Instrumente unterkommen. Hier konnten wir trainieren wann wir wollten; ob in der Woche oder am Wochenende.

Im Humboldt Gymnasium (HG) haben wir den unserer Meinung nach perfekten Trainingsort gefunden. Wir sind mit dieser Lösung mehr als zufrieden.
In der Winterpause 2013/2014 erfolgte dann der Umzug aus der Fritz-Reuter-Schule ins HG.

2014 war es dann wieder soweit. Nach 4 Jahren Pause haben wir wieder am Rosenmontagsumzug in Düsseldorf teilgenommen. Das viele M&M (Marching und Music) Training in der Vorzeit hat sich ausgezahlt. Bei herrlichem Frühlingswetter meisterten wir den Umzug ohne Probleme. Und als das Ziel dann eher kam als man dachte, wunderte man sich, dass es nun schon vorbei sei.

Es folgten im Laufe des Jahres unter Anderem Auftritte beim Flohmarkt in Gifhorn, der Familienmesse und beim Schützenfest. Aber das Highlight des Jahres sollte noch auf die Showband warten.

Die Freude der Spieler war kaum zu überhören, als das Niedersächsische Innenministerium für den Tag der Deutschen Einheit in Hannover anfragte. Ohne langes Zögern wurde natürlich zugesagt und am 3. Oktober ging es dann im gestellten Bus auf die Reise nach Hannover, um die am Hauptbahnhof ankommenden Besucher musikalisch zu den am Maschsee stattfindenden Feierlichkeiten zu begleiten.

Ebenfalls seit 2014 ist die Showband Gifhorn Mitglied im Gifhorner Bündnis für Familie.

Abgeschlossen wurde 2014 mit der Jahresabschlussfeier unter dem Motto „Oktoberfest“. Das Freizeitteam um Gunda Küster hatte sich sichtlich Mühe beim dekorieren und Unterhaltungsprogramm gegeben.

Das ganze Jahr über war im Vorstand aber eigentlich ein bestimmtes Ereignis Hauptthema bei Sitzungen. Im nächsten Jahr stand schließlich das 20-jährige eigenständige Jubiläum an. Das wollte man natürlich nicht ganz spurlos vorübergehen lassen. Was aus den Planungen geworden ist, lesen Sie im nächsten Teil unserer Chronik.

Weiteres folgt!

Die folgenden Jahre bis 2015 sind gerade in Überarbeitung und folgen in den nächsten Wochen; seien Sie gespannt!