Festivals

Der Ursprung der Gifhorner Festival Reihe liegt im Jahr 1998.

Nachdem die Spieler im selbigen Jahr begeistert von einem Musikfestival aus Belgien zurück nach Gifhorn kamen, wurde der Wunsch in der Gruppe nach einem eigenen Festival immer größer.

Doch noch niemand hatte so richtig Erfahrung mit großen Veranstaltungen, geschweige denn eines großes Musikfestival. So ruhte dieser Gedanke sechs Jahre lang in den Köpfen der Mitglieder, doch niemand vergaß ihn.

Als sich das Jahr 1995, das Jahr des 40-jährigen Jubiläums, näherte, kochte auch der Wunsch eines eigenen Musikfestes in Gifhorn bei den Spielern wieder hoch. Schon Anfang des Jahres 1994 begann man mit der Planung für dieses große Musikfest, das ganz Gifhorn bewegen soll.

Als sich die Showband Anfang des Jahres 1995 auf Grund von Streitigkeiten mit dem "Heimatverein" eigenständig machte, drohten die Planungen für das Fest zu scheitern. Doch Spieler und Vorstand zogen an einem Strang und organisierten so das erste Gifhorner Musikfestival "Stars in Musik & Show".

So nahm die Reihe der bisher fünf Festivals ihren Lauf - mehr lesen Sie dazu auf den folgenden Seiten.

Musikfest 2015 - 20-jähriges Jubiläum

Anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums, das wir in diesem Jahr feiern, fand am 4. Oktober 2015, zeitgleich mit einem verkaufsoffenen Sonntag, unser Jubiläumsmusikfest auf dem Gifhorner Marktplatz statt.

Ab 14:00 Uhr hat auf dem Marktplatz die Erde gebebt!
Nach einer musikalischen Eröffnung durch den Gastgeber folgten jeweils im 30-Minuten-Takt Konzerte der teilnehmenden Gruppen, die vorher durch die Stadt marschierten, um auf das Musikfest aufmerksam zu machen.
Dabei waren die Flying Drums aus Hannover, der Powerbrass aus Sudmerberg und die Magic Flames aus Hattorf.
Auch Volker Schlag und der Chor des Kultbahnhofs "The Hummingbirds" waren mit von der Partie, um mit der Showband eine Neuauflage des Elvis-Stücks "An American Trilogy" aufzuführen.

Das Highlight erwartete alle Zuhörer am Ende des Tages.
Dann haben sich die Spieler der Showband fast verdoppelt. Durch ein Projekt mit ehemaligen Spielern der Showband standen dann knapp 50 Musiker auf der Bühne.
Die Zuhörer erwartete ein Sound, den es in Gifhorn so seit vielen Jahren nicht mehr gab. Ein einmaliges Projekt also, dass auf keine Fall verpasst werden durfte.

Dem Applaus der Zuschauer und -hörer zu urteilen ein grandioses Musikfest!
Vorstand und Spieler waren sich einig, der Aufwand im Voraus hat sich in jedem Fall gelohnt.

An dieser Stelle möchten wir einmal Danke sagen;

Allen voran möchten wir der Stadt, dem Landkreis und der Citygemeinschaft Gifhorn für die wirklich gute Zusammenarbeit im Vorfeld danken.
Weiterhin gilt unser Dank unseren Sponsoren Roth GmbH & Co. KG, der Privatbrauerei Wittingen GmbH und Famila Gifhorn. Ohne deren Unterstützung das Musikfest und die Vorbereitungen im Vorfeld so hätten nicht stattfinden können.

Natürlich gilt ein großer Dank auch allen Gruppen, die unser Jubiläum musikalisch bereichert haben.
Danke an die Marching Band Flying Drums aus Hannover, die magic flames Hattorf und den Powerbrass aus Sudmerberg!

Vielen Dank auch an Bastian Till Nowak für die tolle Moderation während des Musikfestes und an alle Helfer, die uns super unterstütz haben. Danke an unsere aktiven und ehemaligen Spieler für diesen einzigartigen Sound, an den Vorstand und natürlich an das prima Publikum!

Summa summarum danke an alle Personen die dieses einzigartige Jubiläumsfest zu dem gemacht haben, was es schließlich geworden ist!

Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Musikfest, das vielleicht (pünktlich zum 25-jährigen Bestehen) 2020 stattfindet.

Bis dahin, Horrido!

Festival 2004 - Stars in Musik & Show
Das letzte Augustwochenende hatte es in sich, als über 500 Musiker Gifhorn zum Kochen brachten. Züge aus der Umgebung und aus dem Ausland reisten an, um bei dem bereits bekannten Festival mitzuwirken. Am Samstag eröffnete der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Gifhorn die Konzertreihe inmitten der Fußgängerzone der Stadt. Es folgten der "Fanfarenzug Weyhausen" mit seinen Cheerleadern, der "Spielmannszug Wagenhoff", der "Fanfarenzug Rühen", die "Magic Flames" aus Hattdorf, der "Spielmannszug USK Gifhorn" und die "Waterlookapelle". Während dieser Präsentationen konnten sich die zahlreich erschienen Zuschauer bei Gegrilltem und Getränken stärken. Auch wenn das Wetter nicht die ganze Zeit so wollte wie es sollte, war es doch ein gelungener Einstand in dieses Musikwochenende.


Ab 18.30 Uhr war dann bereits alles von den fleißigen Showbandspielern und deren Helfern soweit vorbereitet, dass der Konzertabend in der Halle des Sportzentrums Süd beginnen konnte. Nach der Begrüßung von Ingo Meyer, welche mit tosendem Applaus gedankt wurde, zeigten die "Cadets der Showband Gifhorn", was sie bereits konnten. Die "Isetaler Brassband" stellte in ihrem Konzert Altes und Neues vor. Die "Stormarn Magic" aus Bad Oldeslohe heizten dem Publikum mit einer Perusssion - Nummer kräftig ein, bis die "Showband Witzenhausen" ihre Feldshow präsentieren konnte. Bevor jedoch die Zuschauer sich zur Pause begeben konnten zeigten die Spielleute von "Concordia Zevenhuizen/ Holland" ihre etwas andere Darbietung der Musik. Sichtlich in Stimmung gebracht stärkten sich die Zuschauer und Musiker, bevor die 2. Runde starten konnte. Die begann mit einer fantastischen Feldshow der "Showband aus Rastede", gefolgt von den "Spielleuten aus Werratal". Gespannt warteten jedoch alle auf das "Drum & Bugle Corps Jubal" aus Dordrecht/Holland. Die mehrfachen Europameister waren mit 70 Musikern angereist, die selbst im Stand fast die Halle sprengten. Allein 16 Color Guard`s benötigten bereits die halbe Fläche. Somit mussten die Zuschauer bis zum nächsten Tag warten, um die riesige Feldshow sehen zu können. In der Zwischenzeit hatten sich die voll eingespannten Musiker der "Showband Gifhorn" umgezogen und präsentierten ihre Feldshow. Vor einem tobenden Publikum marschierten alle Teilnehmer zum Finale in die Halle ein. Bürgermeister Manfred Birth beendete diesen fantastischen Abend, um sogleich auf den nächsten hinzuweisen, an dem die Show weiter ging.


Für die teilnehmenden Spielleute und Helfer war dieser Abend jedoch noch nicht vorüber. Nach den Aufräumarbeiten konnten nun auch die letzten ihr Standvermögen bei der anschließenden "After Show-Party" beweisen. Der Sonntag begann um 13.30 Uhr ( oder etwas später ) mit einer riesigen Straßenparade, die begleitet von Polizei und Ordnern, durch die gesamte Fußgängerzone bis zum Sportzentrum Süd führte. Alle für diesen Tag erwarteten Gruppen marschierten mit ihrem Musikrepertoire durch die Stadt. Sehr viele Zuschauer säumten die Straßenränder oder begleiteten die Züge bis zum Festplatz. Dort erwartete die Zuschauer wieder ein fantastisches Programm, das gleich mit der Feldshow der "Showband "Stormarn Magic" begann. Das Publikum kam aus dem Klatschen gar nicht mehr heraus, denn es folgte sogleich die Show der "Starriders" aus Bad Münder und die der Showband " Rastede". Bevor sich die Zuschauer bei einer kurzen Pause etwas entspannen konnten, zeigte das heiß erwartete "Drum & Bugle Corps Jubal" ihre riesige Feldshow. Die Musiker und Tänzer belegten die gesamte Fläche mit ihrer Darbietung und zogen mit tosendem Applaus wieder gen Heimat.


Das "Musikcorps aus Ufhausen" fetzte sodann über den Platz, sodass kaum Zeit blieb zum verschnaufen. Gefolgt von dem "Spielmannzug Werratal" aus Eschwege, der bei strömenden Regen die Show präsentierte als wäre das normal. Auch die holländischen Nachbarn "Concordia" zeigten auf dem glitschnassen Rasen ihre Show. Als krönender Abschluss dieses fantastischen Wochenendes konnte die Showband Gifhorn ein letztes Mal ihre Feldshow vortragen. Während des Finales, bei dem jede Gruppe etwas zur Stärkung für die Rückfahrt erhielt, gratulierte und vor allem dankte Herr Birth und unser Festival - Team - Mitglied Ingo Meyer allen Teilnehmern herzlichst.

Na dann, schau'n wir mal, wen wir beim nächsten mal alles wiedertreffen.

 

 

Festival 2002 - Stars in Musik & Show

Samstag

Festival "Stars In Musik & Show" 2002 aus der Sicht eines Quatschkopfes und Schnittchenvernichters.
Die Eindrücke vom Festival sind so tief und es ist soviel passiert, was mich bewegt, dass ich mich bewusst dazu entschieden habe, einen persönlichen Bericht aus meiner Sicht zu schreiben und auf einen allgemeine Bericht im Zeitungsstil verzichte.
Allen anderen Mitmusikern, Helfern und Betreuern wird es sicherlich ähnlich gehen. So sei mir bitte niemand böse, falls ich Irgendetwas vergessen sollte.

Abgesehen davon, dass ich am Freitag schon mit beim Aufbau am Gifhorner Sportzentrum Süd mitgeholfen habe und somit schon das erste Mal ein wenig geschafft, freute ich mich riesig auf die Veranstaltungen am Sonnabend. Ich war eingeteilt, als Moderator das Spiel der lokalen Gruppen zu umrahmen.

Als ich am Samstag so aufwachte, zeigte sich das typische Verhalten eines schon fast 32 Jahre alten Körpers. Ein leichter Muskelkater vom Vortag störte mich nicht, hingegen die Halsschmerzen, die das Reden erschweren würden, schon mehr. Auf dem Weg zum "Döpke-Brunnen" kehrte ich also in eine Apotheke ein und besorgte mir Lutschtabletten gegen das störende Kratzen.
Die Schmerzen ließen nach, aber durch ein kraftvolles Zubeißen verabschiedete sich ein Teil meines Backenzahnes in Richtung Magen. Unter der Vermutung, mein Zahnarzt würde mit der Pharmaindustrie zusammen arbeiten ging ich also auf den musikalischen Leiter des Jugendblasorchesters Ziesars Herrn Heiko Au zu und besprach mit ihm den Ablauf des einstündigen Konzertes.
Eine leichte Aufgabe für mich, denn es stellte sich heraus, dass die Gruppe einen eigenen Moderator namens Norman Nagel dabei hatte. So brauchte ich nur ein wenig anmoderieren, was ich auch gerne getan hätte, aber es fehlte etwas ganz entscheidendes. Die Bühne, die schon längst aufgestellt hätte sein sollen, war nicht vorhanden. Nach etwas Suchen stellte uns die Feuerwehr dann aber doch innerhalb von ca. 12 Minuten die Bühne zum Auftritt bereit. Ein herzliches Dank dafür an die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn, die eindrucksvoll bewiesen hat, dass sie eine superschnelle Truppe ist. Somit startete mit leichter Verspätung das Stadtprogramm. Dabei zeigte sich, dass das Jugendblasorchester ein echt breitbandiges Repertoire hat und somit der Beginn des Festivals schon sehr gelungen war.

Als Zweites betrat der Spielmannzug aus Altencelle die Bühne und präsentierte ein buntes Feuerwerk vom "Niedersachsenlied" bis hin zu Stücken aus den Charts. Die Gruppe hatte sogar ihr jüngstes Mitglied auf der Bühne (ich schätze einmal so drei bis vier Jahre alt), das auch schon kräftig auf seiner eigens angefertigten kleinen Trommel mitspielte.
Die im Programmablauf als nächste startende Gruppe war der Fanfarenzug "Niedersachsen" aus Celle, mit denen ich echt Spaß hatte. Sehr praktisch, dass ihr Dirigent Roßmann hieß, so konnte ich in Analogie zu meinem Nachnahmen Großmann ein paar Scherze machen. Als ich dann auch noch erfuhr, dass die Gruppe ein Geburtstagskind dabei hatte, reizte es mich ungemein, den Umstand zu benutzen, dass auch von den Showband Gifhornern der Sebastian Geburtstag hatte. So ließen der Fanfarenzug "Niedersachsen" ihre "Miss Elli" und unseren "WumBo" unter dem mitklatschenden Publikum zum Kufsteinlied ein wenig Walzer tanzen. Ich glaube, dafür hasst mich Sebastian auch in einem Jahr noch.
Der Fanfarenzug Weyhausen betrat alsbald die Bühne und zeigte, dass auch gerade Naturtoninstrumente nicht dazu verdammt sind, nur für Märsche oder zum Spielen eines Tusches genutzt werden können, sondern auch moderne und für das Publikum mitreißende Musik gespielt werden kann.

Das Vormittagsprogramm beschlossen dann die "Magic Flames" Hattorf.
Spielmannzugmusik auf modern, was mich nicht verwundert, denn ich kenne diesen Zug schon ein wenig länger. So nahm mir der Dirigent Lars Schmidt bestimmt nicht krumm, dass ich den Auftritt seiner Person in Form einer Ansage bei einer Modenschau moderierte, oder Lars? Deine Damen in den Flöten jedenfalls haben alle gelacht!
Ich hoffe, keiner der Leute, die ich während des mich heiser Quatschens eingespannt habe sauer ist. Weder Mark, mit den ich eine nette Erbsensuppenwerbung aufzog, oder auch meine Mutter, die mir mitten in der Moderation vor das Mikrofon lief. Aber was soll´s, die Festivaleröffnung war auf jeden Fall gelungen.

Ich fuhr auf eine Stunde Erholung heim und wollte nur ein wenig Ruhe und Geborgenheit.
Aber schon beim Aufschließen der Haustür dröhnte mir die prägnante Stimme von Thomas Anders entgegen. Meine Frau hörte "Modern Talking"! Es wäre auch egal gewesen, welche CD sich im Abspielgerät gedreht hätte, ich wollte nur ein wenig Ruhe. Nach Herstellung des gewünschten Geräuschpegels, nämlich keinem mehr, setzte ich nun also auf das Sofa, genoss eine geschnorrte West und sprach der wohl temperierten Cola Light zu. Viel Zeit blieb nicht, denn ich hatte am Abend die förmliche Eröffnung der Abendveranstaltung am Mikro zu gestalten und sollte dann die zahlreich eingeladenen VIP-Gäste betreuen. Damit verbunden war dann auch, nicht wie in der Stadt am Vormittag das ganze in Memberjacke zu tun, sondern sich in sein Sakko zu schmeißen und über das darunter getragene Hemd eine mit Winsorknoten zu befestigende Krawatte zu schlingen. Bekleidung also, die mir persönlich in meiner Freizeit weniger zuspricht, aber was macht man nicht alles.
Ich fuhr also schon einmal zum Sportzentrum Süd vor und peilte die Lage. Ingo Meyer, unser Dirigent und Kopf des Festivalteams, instruierte mich, dass ich mich mit Herrn Birth über den Ablauf der Eröffnungsansprachen abzustimmen hatte. Das tat ich mit Vergnügen. Gleich zum Auftakt der Abendveranstaltung zeigte sich, dass wir ausverkauft waren und es an Platz mangelte. So forderte ich die Gäste auf, ein wenig zusammen zu rücken und gab den Startschuss verbal durch die Lautsprecheranlage. Sogleich begrüßte der Schirmherr der Veranstaltung, unser Gifhorner Bürgermeister Manfred Birth, das Publikum und überließ dann den Moderatoren des Abends das Feld. Diese beiden, André Szesny und Holger Horn, führten durch ein wirklich erstklassiges Programm.

Die erste Gruppe waren die Cadets der Showband Gifhorn selbst.
Die große Nervosität war den jungen Musikern anzumerken. Ich erinnerte mich zurück, als ich das aller erste Mal auf einer Bühne musizierte und wie unwohl mir war. Genauso geht es jetzt dort dem musikalischen Nachwuchs unserer Gruppe. Doch sie meisterten es.
Die Marchingband Neustadt stellte ihr Programm vor und ich und auch meine Frau waren schon fasziniert. Eine von uns mitgeschleppte Freundin war völlig paralysiert, fast schon gefangen von den Klängen und dem Eindruck der Bewegungen der Colourguard in der Halle. Peter, deine Tochter wird immer besser!
Es folgte eine Gruppe, die ich schon von einer anderen Veranstaltung in Witzenhausen kannte. Kurz "Rückers" mag ich sie hier nennen. Ganz harmlos betrat die Gruppe die Halle und ich war schon gespannt. Es kam, wie ich es erwartet hatte. Die Musiker rockten richtig ab und das Publikum tobte.
Es folgte dann der in Deutschland sicherlich bekannteste Partymacher unter den Marchingbands. "The Sound of Frankfurt" ist bekannt dafür, dass sie eine Halle zum Kochen bringen können. Und das auch mit einer unglaublich guten musikalischen Qualität. Wirklich beeindruckend. Wenn ich mein Schwesterchen in Frankfurt wieder einmal besuchen fahre, werde ich mal wieder bei eurem Üben vorbeischauen müssen.

Als vorerst letzte Gruppe vor der Pause machte sich der "Fanfarenzug Potsdam" bereit.
Mit einer Stärke von über 70 Musikern ist es sehr eindrucksvoll, eine Sporthalle mit Klang zu füllen. Die Effekte in der Hallenbeleuchtung kamen mir dann aber doch ein wenig seltsam vor. Die Leuchtstofflampen zuckten im Takt und ich dachte schon, es würde am Volumen der Musikgruppe liegen. Ich machte mich flotten Schrittes auf den Weg zur Energieversorgung der Halle. Dort angekommen fand ich schon Thomas, Ingo und den Hausmeister aufgeregt vor einem Sicherungskasten mit klackernden Relais vor. Also nicht Musik hatte diesen Stromausfall verursacht, sondern eher die Belastung des Netzes durch Zusatzstrahler und auch die 14kW Friteusen, die draußen brutzelten. Glück im Unglück, dass dieses Missgeschick kurz Vor der Pause auftrat und somit ein wenig Zeit blieb, den Fehler zu beheben.
In der Pause ähnelte der Vorplatz, auf dem die Getränke- und Essensbuden aufgebaut waren, ein wenig einem Ameisenhaufen.
Reges Leben überall. Unser fachkundiges Helferpersonal hatte alle Hände voll zu tun, den Ansturm zu bewältigen. Herzlichen Dank noch einmal an dieser Stelle allen fleißigen Helfern.
Ich führte unsere VIP-Gäste in den extra eingerichteten VIP-Bereich und erzählte angeregt mit Herrn Birth und dem Major des Uniformierten Schützencorps Herrn Richter. Auch mit den Ehefrauen ließ es sich vortrefflich plaudern. Als wir uns zum Büffet begaben, wieder eine Meisterleistung, liebe Frau Hegenbart, dachte ich bei mir, dass unsere "Grosskopferten" auch nur sehr sympathische Menschen sind, die eine Menge Verantwortung tragen.
Zwischenzeitlich versagte kurzzeitig die gesamte Stromversorgung der Halle und es wurde duster, sodass im Dunkel gegrillt und ausgeschenkt wurde. Glücklicherweise konnte das Programm mit Beleuchtung nach der Pause wieder fortgesetzt werden. Die Showband "Phantom Brigade" aus Wagenfeld präsentierte in einer Uraufführung ihre Show in der Halle. Und sie war sehr gut. So konnte die Drummayorin Carina einen tosenden Applaus entgegennehmen.
Der nachfolgende Programmpunkt war Besonderheit des Abends. Hatten sich bisher Musikgruppen vorgestellt, die einen klassisch deutschen oder auch amerikanischen Musikstil verfolgten, präsentierten die Musiker aus Königstein im Taunus, dass es auch möglich ist im Stil einer holländischen "Drum- & Showfanfare" in Deutschland sehr erfolgreich zu sein. Die hohen Tempi und geometrischen Formen zogen die gebannten Blicke der Zuschauer auf die Band.
Der "Moderne Spielmanns- und Fanfarenzug" aus Retzbach in Bayern. Zeigte dann sein Können. Wie haben die Retzbacher erst Pfingsten auf der Deutschen Meisterschaft in Lindau im Harz kennen gelernt und uns sehr darüber gefreut, dass die Gruppe die sehr kurzfristige Einladung zum Festival annehmen konnte. Auf dieser Meisterschaft wurde der Zug in der Klasse in der die Showband Gifhorn auch spielt, Deutscher Meister. Für uns blieb ein Vizemeistertitel zurück. So lasst euch gesagt sein, liebe Retzbacher, wir sehen uns sicher wieder. Ich bin dann auch nicht abgeneigt, mal mit euch zu singen. Ihr habt schließlich gleich an der Bierbude gezeigt, dass ein guten Musikcorps auch den mehrstimmigen Chorsatz von Trinklieder beherrscht.
Als vorletzte Gruppe und auch mit als Höhepunkt des Abends vorbereitet zeigte das "Pasveercorps" aus Leeuwarden in den Niederlanden seine Show. Mit schnellen Schritten und perfekt ausgerichteten Reihen spielten sich die Szenen vor meinen Augen ab. Die Flötenklänge und auch der Einsatz von kleinen Handtoms verwunderten mich, denn auch so etwas ist also möglich. Das stellt an den Musiker natürlich sehr hohe Anforderungen, aber das "Pasveercorps" ist ja nicht umsonst Inhaber eines Weltmeistertitels. Viel habe ich leider von dieser Präsentation überhaupt nicht mitbekommen, denn schon bei den Musikern aus Retzbach fiel mir auf, dass alle Showband Gifhorn Musiker irgendwie verschwunden waren. Als ich unseren Drummayor Ingo dann in Uniform erblickte wurde mir klar, dass ich wohl ein wenig hinten dran war mich selbst umzukleiden und mir die Tuba zu Gemüte zu führen. Nach einer Umkleideleistung wie "Supermann" sie regelmäßig in Telefonhäuschen vollführt, stand ich im Kreise unserer Blechbläser und spielte mich warm, während unser Ausbilder Dirk uns noch einmal einstimmte. Nicht nur die Instrumente, sondern auch uns. Und Recht hat er mit seinen Worten. "Da draußen sitzt euer Publikum! Ihr dürft Spaß haben!"
Den Spaß hatten wir auch, das Konzert lief wie am Schnürchen. Obwohl ich dachte, "Wumbo" spielt mit seinen Sticks hinter mir direkt auf meinem Trommelfell und nicht auf seinem Quint. Aber das war mir diesen Abend dann auch völlig egal. Ich weiß nicht einmal, ob er wieder ein Schlagfell geschlachtet hat, ich erinnere mich dunkel, dass er mir nach dem Auftritt etwas Defektes präsentierte.
Als letzter Tagesordnungspunkt stand dann nur noch das Finale auf dem Programm. Alle Gruppen stellten sich anhand des vorbereiteten Planes (hier wird nichts dem Zufall überlassen) auf. Wir trällerten mit "The Sound Of Frankfurt" und den Retzbachern noch ein nettes "Louie, Louie" und da fällt mir ein, Entschuldigung an die "Phantom Brigade". Soviel ich weiß, spielt ihr die selbe Bearbeitung und hättet auch mitspielen können und sollen, aber das habe ich auch überhaupt nicht gepeilt, diesen Abend. Apropos, Frau Martini, ich habe dieses Wochenende noch nicht einmal mit dir gequatscht, da bin ich ja schwer enttäuscht. Muß wohl dringend mal auf einen Tee beim "Akar-Grill" einkehren. ;-)
Bevor Gastgeschenke übergeben wurden, die netterweise auch wieder Herr Birth mit verteilte, erklangen noch die Nationalhymnen der Bundesrepublik Deutschland und der Niederlande. Somit hieß es abgehen und umkleiden. Der Abend war aber noch lange nicht gelaufen. Wir hatten alle noch gut daran zu arbeiten, die Buden am laufen zu halten und diese dann später auch umzubauen. Ich selbst habe als Abwechselung zu den anderen Festivals "Stars In Musik & Show" keine Musikgruppe betreut. Also schlug ich mir nicht die Nacht im Alkoholdunst und Zigarettenqualm um die Ohren und konnte nach einer Erfrischung aus der Cola-Flasche und einer Bratwurst mit meiner Frau die Heimreise antreten. Da ich nicht einmal selbst getrunken hatte (lallende Moderationen sind heute ja nicht mehr so gefragt) flegelte, na gut, na gut, die meisten der Leser kennen mich ja, quetschte ich mich also hinter das Steuer meiner mir brüllenden 45 PS motorisierten gummibereiften Kasperbude und steuerte direkt mein Bett an. Ein Festivalabend, wo ich an Heiserkeit durch Quatscheritis und an Bauchweh der vielen Schnittchen wegen litt. Aber morgen war ja auch noch ein Tag.

 

Sonntag

Der Sonntag begann nicht zu früh, was angenehm war. Der Bürgermeister der Stadt Gifhorn hatte die niederländischen Musiker auf einen "Schwatz" in das Rathaus eingeladen und das glücklicherweise zu elf Uhr.
Bei meiner Ankunft auf dem Marktplatz fiel mir gleich ein junger Herr auf, dessen Nase doch ein wenig angegriffen schien. Der Betreuer der Gruppe, Marcel (auch ein Niederländer, sehr praktisch Mitglieder einiger europäischer Staaten im eigenen Verein zu haben) erklärte mir, dass diese Verletzung von einem missglückten Salto-Versuch des vorherigen Abends stammte. Der junge Mann hat mit seinem eigenem Knie sich die Nase eingeschlagen. Autsch, sage ich nur. Aber nur weitere "Invalide" fanden sich bei "Passveer". Ein junges Mädchen saß im Rathhaus mit einem Eisbeutel auf dem Knie. Wie mir erläutert wurde, war sie bei der Show in der Halle am Sonnabend gestürzt und das Knie so angeschwollen, das ein Mitlaufen in der Parade nicht möglich war. Marcel bat mich, ihrem Wunsch nachzukommen mitmachen zu dürfen. Ob es möglich war, für das die junge Dame einen fahrbaren Untersatz zu bekommen, forschte Marcel bei mir nach. Dank der modernen Kommunikationsmittel wie Handys erreichte ich Ralf, der alle Kontakte zu den sozialen Einrichtungen geknüpft hatte, bei denen wir unsere Gastgruppen immer spielen lassen. Es hatte innerhalb einer Viertelstunde eine modernen Rollstuhl in Schwarz-Rot angetrieben, den er gleich zum Rathaus brachte. Danke hier an Ralf und den Notfunkdienst in Gifhorn für eure schnelle und unbürokratische Hilfe.

Nach dem Austausch von Gastgeschenken und netter Worte verabschiedete sich die Musikgruppe mit Musik marschierend zu ihrem Aufstellungsort der Parade. Nebenbei bemerkte ich, dass die Betreuerin Laura, die mit Marcel zusammen arbeitete, ihren niederländischen Wortschatz beträchtlich erweiterte hat. Ich sage nur irgendetwas mit "Köken" und so.

Die Parade erlebte ich nicht mit, denn ich fuhr schon vor zum Sportzentrum Süd, wo ich die Veranstaltung wieder eröffnen sollte. Davor kam mir erneut die Aufgabe des VIP-Betreuers zu. Ich wartete mit Heiko am Eingang, konnte aber niemanden so leicht erspähen. (VIPs sollten demnächst farblich gekennzeichnet werden. Das würde mir einiges erleichtern.)

So sprach ich mich kurz mit den Moderatoren der Veranstaltung Jörg und André ab und versuchte mit unserem Schirmherrn Herrn Birth (ich hoffe, fällt hier nicht zu häufig, aber ich war ja immer bei ihm) mittels eines schnurlosen Mikrofons die Veranstaltung anzustarten. Wie sich aber schon nach kurzer Zeit, quasi nach wenigen Silben, herausstellte, funktionierte die Verstärkeranlage, welche extra aufgebaut worden war, nicht. Der Fehler liegt im Detail. Keiner von uns hatte vorher gewusst, dass die Stecker auf der Rückseite der Lautsprecher noch gedreht werden müssen. Egal. Der Hausmeister des Sportzentrum, hoffentlich schreibe ich deinen Namen richtig, Bogdan, besorgte geschwind das zig Meter lange Kabel mit Mikro für die etwas blechern klingende Stadionanlage. Und mit leichter Verspätung begann das Showspektakel.
Die erste Gruppe war in meinen Augen gleich ein Volltreffer. Ich habe die "Leinegarde" des DRK Neustadt lange nicht gesehen und war total verzückt von ihren echt lustigen Show, die aus Musiktitel des Fernsehens zusammengestellt war. In besonderer Erinnerung bleibt mir dort besonders der tanzende Bassdrummer. Ich habe selten so herzhaft gelacht.
Selbst meine zwölfjährige Stieftochter Linda sagte mir daheim, dass ihr die erste Gruppe am besten gefiel, die "Wer hat an der Uhr gedreht..." von Paulchen Panther spielte.
Im netten Zwiegespräch mit einigen meiner Sitznachbarn erlebte ich die Shows der Gruppen, die auch Sonnabend schon da waren, sowie auch von Musikern, die extra für den Sonntag angereist sind. Die Show der "Wölper Löwen" war sehr energiereich. "Ahoy" aus Hamburg zeigte ihre Show und ich war entstaunt über die Uniformänderung, die die Gruppe eingeführt hatte. Die Vereinsfarben Weiß und Orange sind durch goldene Umhänge ergänzt worden, was dem ganzen ein edleres Erscheinungsbild gibt. Nebenbei erfuhr ich, per Telefongespräch meines Nachbarn von der Marchingband Neustadt, dass in seiner Heimatstadt gerade eine Schule abbrennt. Auch weitere Neuigkeiten von der vergangenen Nacht blieben mir nicht verborgen. So gab es ein paar Unfälle, und auch einige Geschichten von übertriebenen Einsatz (soll ja mal vorkommen, liebe Frankfurter ;-)). Ich genoss einfach den Tag und die hervorragende Moderation von Jörg und André. Dank an die beiden hier dafür. In der Pause führte ich unsere Ehrengäste erneut in den VIP-Bereich und wir genossen aufs neue die Leckeren Canapées und die dargereichten Getränke. Schade, das es eigentlich immer mehr Personal als Gäste gab. An dieser Stelle darf ich den Ehrengästen für ihre Hilfe danken und freue mich auf das nächste Mal. Seien sie nicht so schüchtern und lassen sich bewusst einmal von unseren Service für sie verwöhnen. Nicht das sie denken, das überschüssige Mahl würde entsorgt werden, nein, die Leckereinen erhalten nach den Veranstaltungen immer die Musiker, die noch da sind.
Zum Abschluss des Tages stand ich selbst mit auf dem Showfeld. Ein letztes Mal zeigte die Showband Gifhorn ihre Show "Latinyo", mit der wir in 2001 eine Goldmedaille in Kerkrade erreichen konnten. Auch wenn diese Show nicht zur vollsten Zufriedenheit der eigenen Musiker lief (die Sonne stand so ungünstig, dass ich selbst geblendet und halbblind versuchte, keinem meiner Mitstreiter weh zu tun), denke ich, den Zuschauern hat es gefallen.
Ohne Umschweife und lange Wartezeit ging es dann zum Finale, bei dem wieder alle teilnehmenden Gruppen auf dem Feld standen. Nach Ansprachen und Nationalhymnen gab es noch einen Höhepunkt. Unser langjähriger Drummyor Ingo übergab offiziell die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolgerin Larissa und überreichte ihr dazu symbolische die weiße Kopf-bedeckung mit der schwarzen Feder. Anschließend bekam er einen bequemen Sitzplatz in Form eines Rattansessels mit bedrucktem Kissen, auf dem wir unterschrieben hatten. Während wir im Halbkreis aufgestellt eines seiner Lieblingslieder ("Still") spielten, ließ er die letzten fünf Jahre innerlich Revue passieren und dann seinen Tränen freien Lauf. Danke für die schöne Zeit mit dir vor der Gruppe, Ingo. Glücklicherweise bleibst du uns ja noch weiter im Ausbilderteam und als begnadeter Organisator erhalten. So folgte dann nur noch der Abmarsch aller Gruppen und das dritte Festival "Stars In Musik & Show" ging zu Ende. Für die Zuschauer zumindest, nicht für alle Helfer und Mitglieder der Showband Gifhorn. Es lag noch eine Menge arbeit vor uns, denn es war ja noch aufzuräumen.

Erstaunlich, wie viele noch bis in die Nacht hinein mit anpackten.
Ich selbst schleppte noch Kabel und Schläuche, baute ein Zelt mit ab, hob Tische auf die Fahrzeuge und nahm den Bodenbelag der Turnhalle mit hoch. Sorry Katrin, ich wollte dich nicht so heftig vom Mattenwagen stoßen, aber deine Bemerkung über ein Musikstück animierte mich dazu, dich mal zu knuffen. Ich verließ das Sportzentrum ermattet um 22:00 Uhr.
Andere haben sicherlich noch weitergearbeitet.

Mir ist bewusst, das diesen für das Internet viel zu langen Artikel wahrscheinlich kaum jemand ließt, aber ich als Schnittchenvernichter und Quatschkopf habe so viele Eindrücke gewonnen, von denen es jeder Wert war, auch genannt zu werden.
Ich hoffe, wir sehen uns alle auf dem nächsten Festival "Stars In Musik & Show" in Gifhorn wieder!

Festival 1998 - Stars in Musik & Show
Das zweite große Musikfestival “Stars in Musik & Show ´98” am 29./30. August und damit das dritte Festival der Showband überhaupt war ein voller Erfolg.
Das ist vor allem der guten Organisation durch das Festivalteam um Ingo Meyer zu verdanken, das in eineinhalb Jahren viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitungen und Planungen steckte. Die von Ingo Meyer, Nadine Bendig, Gunner Wiesensee, Katja Wetzel, Ralf Schön, Mareike Meinecke, Melanie Schultz und Sandra Eggert während der eineinhalbjährigen Vorbereitungszeit geleistete Arbeit konnte sich wirklich sehen lassen.

Schon am Freitag, dem 28. August, ist die Southend and Minster Girls Brigade Band aus Essex in Großbritannien angereist. Noch am selben Tag, nachdem die Mädchen aus England mit ihrem Betreuer Markus Großmann schon die Gifhorner City unsicher gemacht hatten, fand ein Empfang im Rathaus Gifhorn beim Bürgermeister Manfred Birth statt, der in perfektem Englisch mit nicht ganz so perfektem ti-äitsch die Girls Brigade Band in Gifhorn willkommen hieß.

Am Samstag hatten ab 11 Uhr zunächst regionale Musikzüge Gelegenheit, sich zu präsentieren. Der Spielmannszug FF Hattorf, der Spielmannszug Ummern nebst dem “Wilden Haufen”, die Isetaler Brass-Band Gamsen und der Fanfarenzug “Elche” Vorsfelde begeisterten das Publikum in der Fußgängerzone ebenso, wie die Fanfaren-Drum-Band der Schützengilde von Estebrügge und die Girls Brigade Band aus Essex. Ein gelungener Auftakt.

Am Nachmittag überbrachten einige Bands den Bewohnern einiger Heime in Gifhorn und Umgebung, die nicht selber kommen konnten, musikalische Grüße vom Festival. So spielte z. B. die Show-Brassband Heikendorf in den Diakonischen Heimen in Kästorf vor den begeisterten Bewohnern, sowie vier weitere Gruppen bei der Lebenshilfe, im Christinenstift, im Ackmannhaus und beim Notfunkdienst.

“Schillernde Koppel in Silber und Gold, schmucke Uniformen und Anzüge in Blau, Rot und Grün: Die Zuschauerinnen und Zuschauer, die am Samstagabend in die große Halle des Gifhorner Sportzentrums gekommen waren, erlebten eine akustische und optische Vielfalt an Marching- und Showbands aus Deutschland und den Nachbarländern.” So titelte die Aller-Zeitung. Und “Besser hätte es kaum laufen können”, strahlte bereits am Samstagabend Ingo Meyer, der zum achtköpfigen Festivalorganisationsteam der Gifhorner Showband gehörte. Weit über 500 Zuschauerinnen und Zuschauer aus ganz Niedersachsen erlebten in der Halle des Sportzentrum Süd ein einzigartiges Mammut-Musikspektakel.

Die Braunschweiger Zeitung und Gifhorner Rundschau schreibt hierzu: Moderator Jörg Brandt führte flott und informativ durch das fast fünfstündige Programm voller Rhythmus und Klangfülle, das die Jugendgruppe der Showband Gifhorn, die Showband Cadets, mit “The final Countdown” eröffneten. Die neun Bands des Abends zeigten alle Facetten der Präsentation. Hit des Abends war “YMCA”: gleich drei Gruppen hatten sich den Titel der “Village People” ausgewählt.

“Very British”, wie zu Ehren der Königin, zeigte die Southend and Minster Girls Brigade Band aus Essex ihre Feld-Formation, während das Show-Musikkorps AHOY - Hamburg mit einem Arrangement überraschte, in dem Ravels Bolero und Bizets Carmen neben Melodien aus “West Side Story” oder “Phantom der Oper” standen. Die Choreographie von Tambourmajorin Susanne Braun brachte einen Hauch von Musical mit: Zu “Singin in the Rain” tanzten die Musiker einen stilisierten Step.
Die Fanfaren-Drum-Band der Schützengilde von Estebrügge wusste ebenso zu begeistern wie das Drum & Bugle Corps Schaumburger Herolde, die Blue Diamonds aus Nienhagen, der Musikzug Witzenhausen oder die Show-Brassband Heikendorf, die ebenfalls eindrucksvolle Showdarbietungen präsentierten.
Das Drum & Bugle Corps Beatrix aus Hilversum zeigte seine beeindruckende Show aus Platzgründen nur im Stadion und gab in der Halle ein vielumjubeltes Konzert.

Im Anschluß daran betrat die Showband Gifhorn die Halle. Die in der Winterpause neu eingeübte Musik wurde vorgestellt. Neben “The Prince Of Thieves” aus dem Filmsoundtrack von Robin Hood und “New World Goin´ Home” von Dvorak, welches zwei Stücke aus der neuen Show sind, kamen auch “Still” von Lionel Richie und “The Lion Sleeps Tonight” aus dem Film König Der Löwen zur Aufführung. In dem Stück “La Bamba” von Richie Valens blies Dirk Vatter ein herausragendes Solo auf der Trompete. Nach dem Auftritt der Showband stellten sich die Gruppen zum großen Finale in der Halle auf.

Die Gifhorner Rundschau schreibt hierzu: Donnernder Applaus begleitete jeden Auftritt bis zum großen Finale mit den drei Nationalhymnen, und die gute Laune übertrug sich von den Rängen auf die Musiker. So nahm es Ingo Meyer als Drummajor der Showband Gifhorn mit Humor, als ihm im Eifer des Dirigierens die lila Schärpe von der Schulter fiel. Sein Kommentar: “Degradiert!”

Nach einer kurzen Nacht, die Veranstaltung am Samstag ging bis fast Mitternacht, ging es für einige Gruppen am Sonntag Morgen mit einem kräftigen Frühstück in der Hammerstein-Kaserne in Wesendorf, in der Goldenen Kartoffel und im Brauhaus weiter. Das Niederländische Drum & Bugle Corps Beatrix wurde inzwischen vom Bürgermeister im Rathaus empfangen. Gut gestärkt liefen danach sämtliche Gruppen, die auch an der Showveranstaltung am Nachmittag teilnahmen, in einer Straßenparade mit, die am Sportzentrum Süd endete.

Sonnenschein, Stimmung sowie Show- und Marchingbands der Spitzenklasse: Mit einer farbenprächtigen Musikgala unter freiem Himmel verabschiedeten sich die Teilnehmer des Festivals “Stars in Musik & Show” und ihre Gastgeber, die Showband Gifhorn, am Sonntagnachmittag von den Gifhornern, die rund 1000 Musiker begeistert gefeiert hatten. So titulierte die Gifhorner Rundschau.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Sonntagnachmittag, durch die beiden Moderatoren Detlef Eichner und “Barney” führten, von der Girls Brigade Band, die eine sehr disziplinierte, traditionelle Show zeigten. Das Drum & Music Corps Hagenburg erhielt für seine Show mindestens ebenso viel Beifall wie die Starriders, die wohl die modernste Showdarbietung des Tages darboten. Die Show der Show-Brassband Heikendorf hatte mit einem besonderen Highlight aufzuwarten. Die Drummajorin der Heikendorfer, Inken Weide, stieg während der Show vom Podest und intonierte ein Solo auf der Trompete.

Nach der Pause nahm Beatrix das Showfeld und das Publikum ganz für sich ein. Nach einer großartigen Show spielten die Musiker die Nationalhymne der Niederlande und wollten sich schon verabschieden, um sich vorzeitig auf den Heimweg zu machen, da viele der Musiker am nächsten Tag wieder früh aus den Federn mussten. Aber so schnell ging es dann doch nicht, denn das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe nach der anderen, die die Musiker natürlich gerne gaben. Ein qualitativ hochwertiges Kontrastprogramm bot hiernach der Fanfarenzug Strausberg, der in der traditionellen Weise eines Fanfarenzuges eine klasse Show mit klaren Linien darbot.

Als letzte Gruppe des Tages bot der Veranstalter selbst, die Showband Gifhorn, seine einzigartige Show dem begeisterten Gifhorner Publikum dar. Nach dem Eröffnungsstück “Proud Mary”, zeigten in dem zweiten Stück “Summertime” aus dem Musical Porgy and Bess die Trompetensolisten Heiko Hinz, Andrea Schultz, Ricarda Nerlich und Thomas Vogt ihr Können. Danach folgte als Percussionfeature Paul Simons “Late In The Evening” und als Closer “When A Man Loves A Woman”.

Als erste Gruppe zum darauf folgenden Finale marschierte die Showband Gifhorn auf. Nachdem sich alle Gruppen aufgestellt hatten, wurden die Deutsche Nationalhymne von der Showband Gifhorn und die Englische Nationalhymne von der Girls Brigade Band gespielt. Alle Gruppen wurden mit Gastgeschenken vom Vorsitzenden der Showband Gifhorn, Detlef Rust, und vom Bürgermeister der Stadt Gifhorn, Manfred Birth, verabschiedet. Als erste Gruppe marschierte wiederum die Showband Gifhorn ab, um auf der Stadionbahn ein Spalier zu bilden und die anderen Gruppen gebührend zu feiern und zu verabschieden.

Die Rückmeldungen, die die Showband bisher erreicht haben, waren durchweg positiv. Sowohl Musiker als auch Fans fanden: Weiter so!
Beatrix zum Beispiel hat dem Gifhorner Show & Musik-Festival in seiner eigenen Homepage eigens einen Artikel gewidmet. Ein Zitat daraus: “A fantastic weekend, very well organized by Showband Gifhorn.” Dieses Festival 1998 läßt hoffnungsvoll in die Zukunft schauen für ein nächstes Festival 2001.

 

Festival 1996 - Stars in Concert
Bereits einen Tag nach dem letzten Festival 1995 wurde an die Showband der Wunsch der Stadt Gifhorn herangetragen, ein Jahr später zum 800. Geburtstag der Stadt Gifhorn mit einem ähnlichen Festival beizutragen.
So entstand "Stars in Concert" , einer kleineren Version des großen Festivals.
Einen ganzen Tag lang jubilierten Musikzüge aus ganz Deutschland vor dem Gifhorner Schloß und in der City. Auf und um die Bühne im Schloßhof herrschte buntes Musik- und Showtreiben.
Auch auf das Rahmenprogramm wurde bei den vergangenen Festivals sehr großen Wert gelegt. So wurde auch für die Kinder genügend Unterhaltung und Beschäftigung geboten. Und auch das leibliche Wohl kam 1995 und 1996 nicht zu kurz
Festival 1995 - Stars in Musik & Show
Bereits 1988, nachdem die Showband Gifhorn in Lier/Belgien den Europapokal geholt hatte, wurde bei der Band der Wunsch nach einem eigenen Musikfestival in Gifhorn, mitten in der Lüneburger Heide, laut. Doch mangels Erfahrung und Zeit (man war noch mit sich selbst beschäftigt) nahm sich kein Mitglied dieses Wunsches an. Vielleicht war man auch zu jung, um ein ordentliches Festival auf die Beine zu stellen.

Sechs Jahre vergingen, doch der Gedanke, es müsse auch ein Musik- und Showfestival in Gifhorn geben, ist in den Jahren nie verloren gegangen. Erst 1994, ein Jahr bevor die damalige Showband USK Gifhorn (als Spielmannszug 1955 gegründet) ihren 40ten Geburtstag feiern wollte, keimte der Wunsch nach einem eigenen Jubiläumsfestival wieder auf.

Der Grund war nun da, um endlich loszulegen. Es fand sich ein Festival-Team, welches aus 10 aktiven jungen Musikern bestand und von Ingo Meyer erfolgreich geleitet und koordiniert wurde. Dem Jubiläum stand nichts mehr im Wege. Doch: Denn Anfang 1995 trennte sich die Showband von ihrem damaligen Hauptverein und wurde ein eigener Verein.

Begonnenes sollte man auch zuende führen, dachte sich das Festival-Team und entschloss sich, trotzdem ein Festival stattfinden zu lassen. Und so wurde aus dem Jubiläumsfestival das Festival "Stars in Musik & Show". Der Name entstand aus dem Grundgedanken heraus, für grosse und kleine Stars (oder auch Sterne) ein Forum der guten Präsentation zu bieten. Ein Festival für alle.

Ein hartes Stück Arbeit sollte angegangen werden. Es sollte ein Musik- und Showfestival sein, welches sich über die Jahre als eine bekannte und geschätzte deutsche Adresse für Showbands entwickeln sollte. Und anders sollte es auch sein als all die anderen deutschen Festivals.

Die Gruppen sollten sich in Gifhorn wohl fühlen, nicht das Negative vorfinden, was die Showband selbst schon auf einigen anderen Festivals erlebt hatte. Und: Es sollten sich nach Möglichkeit auf jedem Festival neue Musikzüge in Gifhorn präsentieren. Das ehrgeizige Ziel wurde anvisiert: Stars in Musik & Show sollte nahezu perfekt sein. Für die Besucher, die mitwirkenden Gruppen und alle Helfer.

Das erste Festival, welches dann endlich am 02. und 03. September 1995 in der City und vorrangig auf dem Gelände des Sportzentrums Süd stattfand, wurde ein gigantischer überwältigender Erfolg. Grosse Begeisterung bei der Showband, den Helfern, bei den Musikzügen, bei der Stadt und dem Landkreis, bei der Presse, bei den Hausmeistern und natürlich auch bei den Zuschauern, kurz bei allen, die zum Erfolg beigetragen haben.

Zwei Tage wurde gefeiert. Nach einem großen Platzkonzert in Gifhorns Fußgängerzone am Samstagmorgen mit Stars aus der Region fand ein musikalischer Nachmittag für die ganze Familie am Sportzentum Süd statt. Und abends präsentierten sich die "großen deutschen Bands" mit Musik und Show in der Halle der Sportarena. Durch das Programm führte Hans- Dieter Buschau, ein Showband-Mann der ersten Stunde.

Am Sonntag wurde es musikalisch auf Gifhorns Straßen. Denn zur Mittagszeit sorgte eine "Straßenparade" der Bands für großes Aufsehen. Mit beim ersten Festival dabei war als Highlight die Drum & Showfanfare ADVENDO aus Sneek/NL sowie die Marchingband St. Jacob aus Den Haag/NL und die The Girls Brigade Band aus Essex/GB. Und dazu noch 12 andere deutsche Bands.

Der Höhepunkt der 95er Stars war das Showfestival am Sonntagnachmittag unter freiem Himmel, präsentiert von Michael Ludwig, dem Mann, mit dem man die Wölper Löwen verbindet. Mehr als tausend Besucher aus nah und fern sahen das Ereignis rund um Musik & Show, Musik und Bewegung.
Teilnehmer

Diese Gruppen waren dabei

„Beatrix“ Drum & Bugle Corps Hilversum /NL (98)

„Jubal“ Drum & Bugle Corps Dordrecht/NL (04)

Drum & Showfanfare „Advendo“ Sneek/NL (95)

Pasveerkorpsen Leeuwarden/NL (02)

Showband „Concordia“ Zevenhuizen/NL (04)

Marchingband „St. Jacob“ Den Haag/ NL (95)

The Girls Brigade Band Essex/GB (95, 98)

„Starriders“ Drum & Bugle Corps Bad Münder (95, 98, 04)

„Wölper Löwen“ Drum & Bugle Corps Neustadt/Rbge. (95, 02)

„Schaumburger Herolde“ Drum & Bugle Corps Stadthagen (98)

„Blue Diamonds“ Drum & Bugle Corps Nienhagen (96, 98)

Showband Rastede (95, 04)

Marchingband „Stormarn Magic“ Bad Oldesloe (04)

Marchingband “The Devils” Witzenhausen (98, 04)

Showband „Dietemann“ Eschwege (95)

Show- Brassband Heikendorf (98)

Spielmannszug “Werratal” Eschwege (04)

Show- Musikkorps „Ahoy“ Hamburg (98, 02)

Rhythmus- und Showband 2000 Barsbüttel (96)

Musik & Showcorps Deutsches Rotes Kreuz Birstein (96)

„Leinegarde“ Showcorps Deutsches Rotes Kreuz Neustadt (95, 02)

Drumcorps „Blue Lions“ Rastede (95)

Drum & Music Corps Hagenburg (96, 98)

„Mainbrass“ Offenbach (96)

The Sound of Frankfurt (02)

Moderner Spielmanns-und Fanfarenzug Retzbach (02)

DRK Spielmanns- und Fanfarenzug Rückers (02)

Musikcorps Ufhausen (04)

Fanfarencorps Königstein (02)

Phantom Brigade Wagenfeld (02)

Marchingband Neustadt (02)

Musikverein Ziesar (02)

Musikzug Freiwillige Feuerwehr Gifhorn (04)

Isetaler Brassband Gamsen (98, 04)

Fanfaren- Drum- Band Estebrügge (98)

Fanfarenzug KSC Strausberg (98)

Fanfarenzug Potsdam (o2)

Fanfaren & Hörnerzug „Elche“ Vorsfelde (95, 98)

Fanfaren & Musikzug Freiwillige Feuerwehr Rhode (95)

Fanfarenzug Weyhausen (95, 96, 02, 04)

Fanfarenzug Rühen (04)

Fanfarenzug Niedersachsen Celle-Garssen (02)

Spielmannszug Jägercorps Knesebeck (95)

Magic flames - Spielmannszug FF Wolfsburg- Hattorf (98, 02, 04, 15)

Spielmannszug USK Gifhorn (04)

Waterloo-Kapelle BSK Gifhorn (04)

Spielmannszug Ummern (98)

Spielmannszug Altencelle (02)

Spielmannszug Wagenhoff (04)

Powerbrass Sudmerberg (15)

Marching Band Flying Drums Hannover (15)